FLENSBURG - FLENSBURG/DPA - Das deutsche Handball-Wintermärchen geht in der Champions-Liga weiter. Die SG Flensburg-Handewitt steht nach dem 31:21-Heimsieg im Viertelfinal-Hinspiel gegen den großen Favoriten FC Barcelona bereits vor dem Rückspiel am kommenden Sonnabend so gut wie im Halbfinale. Der THW Kiel und der VfL Gummersbach haben sehr gute Chancen für den Einzug in die Runde der letzten Vier. Der deutsche Meister aus Kiel unterlag zwar beim ungarischen Titelträger MKB Veszprem 36:39, hat damit aber eine ordentliche Ausgangsposition für das Rückspiel am Donnerstag in Kiel. Gummersbach kam in Spanien zu einem 36:36 gegen CBM Valladolid.

Auch der HSV Hamburg im Europapokal der Pokalsieger kann weiter auf einen internationalen Titel hoffen. Für den HSV dürfte nach dem 48:22-Kantersieg im Viertelfinal-Hinspiel gegen den ukrainischen Meister Portowick Juschni der Einzug in die Runde der besten Vier nur noch reine Formsache sein.

Vorsichtig bewertet Gummersbachs Trainer Alfred Gislason die Chancen der Oberbergischen vor dem Rückspiel am Sonntag. „Die Ausgangsposition ist sehr gut, doch wir sind noch nicht durch. Bei uns gibt es aber in der

Kölnarena auch noch Steigerungsmöglichkeiten, denn unsere Abwehrleistung war teilweise eine Katastrophe und im Angriff haben wir zu viele Bälle verloren“, sagte der Isländer zur Leistung seiner Männer in Spanien.

Die favorisierten Kieler scheiterten immer wieder am überragenden Torhüter Dejan Peric. Der Serbe entschärfte insgesamt 22 Würfe. Bis zur 45. Minute sah es trotzdem nach einem Kieler Erfolg aus, ehe die Ungarn in den letzten zehn Minuten die Partie drehten. „Wir haben das Spiel 50 Minuten kontrolliert, deshalb kann ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein. Den Unterschied hat Dejan Peric ausgemacht. Er hat besser gehalten als meine beiden Torhüter und damit die Partie entschieden“, schätzte Kiels Trainer Zvonimir Serdarusic ein. Dagegen forderte Manager Uwe Schwenker bereits die Unterstützung der Fans im Rückspiel ein: „Wenn wir ins Halbfinale wollen, muss am Donnerstag das Dach der Ostseehalle weg fliegen.“