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NWZonline.de Sport Handball

Handball: Frauen feiern Abschiedsparty am Rhein

22.05.2017

Oldenburg /Leverkusen Am Ende nahmen sie sich alle noch einmal ganz fest in den Arm. Trainer, Betreuer, Spielerinnen, Fans und Sponsoren – sie alle wussten um diesen besonderen Moment. Die Abschiedsparty am Rhein war den Handballerinnen des VfL Oldenburg jedenfalls geglückt. Die Mannschaft von Trainer Leszek Krowicki gewann ihr letztes Saisonspiel am Samstagabend bei Bayer Leverkusen verdient mit 30:25 (14:11), holte damit aus den vergangenen acht Punktspielen grandiose 15:1 Punkte und beendete die Bundesliga-Spielzeit 2016/2017 so auf Platz fünf.

„Das hat heute richtig Spaß gemacht. Alles hat gepasst. Der Sieg war verdient, weil ihn auch alle wollten. Zu der ganz besonderen Stimmung haben nicht zuletzt auch unsere Fans beigetragen. Wir hatten nie das Gefühl, in einer fremden Halle zu spielen. Das war ein schöner Abschluss einer recht turbulenten Saison“, kommentierte Krowicki die letzten 60 Minuten seiner zwölfjährigen Amtszeit beim Oldenburger Bundesligisten.

100 Fans feiern mit

100 Fans wollten „ihren“ VfL noch einmal (siegen) sehen und waren mit nach Leverkusen gereist. Bei Oldenburg bestritten bekanntlich außer Krowicki auch Torwart-Trainer Sascha Vorontsov sowie die Stammspielerinnen Caroline Müller, Kelly Dulfer, Inger Smits, Kira Schnack, Stefanie Kaiser und Veronika Malá ihre letzte Partie für den dreimaligen deutschen Pokalsieger. Der Club steht im Sommer vor einem großen personellen Umbruch. Dem neuen Trainer-Triumvirat Niels Bötel, Andreas Lampe und Hennig Sohl stehen dazu nach aktuellem Stand 13 Spielerinnen zur Verfügung.

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Die erste Halbzeit in der Leverkusener Arena war nichts für schwache Nerven. Die Gäste, die zum ersten Mal in dieser Saison in Bestbesetzung antreten konnten, erwischten den besseren Start. Linksaußen Malá schaffte nach zehn Minuten per Gegenstoß erstmals eine Zwei-Tore-Führung (5:3). Acht Minuten später war es Angie Geschke, die zum 9:6 für die VfL-Frauen traf.

Danach geriet das Spiel der Oldenburgerinnen ein wenig ins Stocken, auch weil Geschke und Dulfer mit kleineren Blessuren kurz aussetzen mussten. Das Krowicki-Team blieb schließlich acht Minuten ohne Torerfolg, was Bayer wiederum zur 11:9-Führung (23. Minute) nutzte. Spielführerin Kim Birke erlöste schließlich die VfL-Frauen, traf zum 10:11 und gab so den Impuls zu einem 4:0-Lauf.

Mit 14:11 ging es in die Pause. Und es sollte zunächst auch ein hart umkämpftes Spiel bleiben, in dem beide Mannschaften dem Gegner in ihrer Abwehr zu viele Freiräume gewährten. Dabei agierten die VfL-Frauen nach 35 Minuten sowohl in der Deckung als auch im Angriff einen Tick energischer und konsequenter. Die Abwehr mit einer starken Madita Kohorst im Tor packte nun beherzt zu und ließ den linken Rückraum der Gastgeberinnen nicht mehr zur Geltung kommen.

„Ich denke, wir haben insgesamt variabler agiert als der Gegner. Wir hatten mehr Lösungen parat und haben Bayer mehr Aufgaben stellen können“, befand Krowicki.

Bayer-Trainerin Renate Wolf wiederum versuchte mehrfach, Oldenburgs Torjägerin Geschke (7 Tore/davon zwei Siebenmeter) mit taktischen Maßnahmen aus dem Spiel zu nehmen. Das glückte mehr schlecht als recht. Die Nationalspielerin des VfL war als Dreh- und Angelpunkt nicht gänzlich auszuschalten. Zudem konnte sich die 31-Jährige als sichere Siebenmeter-Schützin auszeichnen, so auch beim 20:17 (42.).

Steffi Kaiser nach Leipzig

Acht Minuten vor der Schlusssirene war die Partie dann vorzeitig zugunsten des VfL entschieden. Die starken Niederländerinnen Dulfer und Smits, die jeweils sechs Treffer erzielen konnten, trafen zum 27:20 und sorgten so für einen beruhigenden Sieben-Tore-Vorsprung, der auch in der Endphase nie in Gefahr geriet.

Krowicki fand sogar noch Gelegenheit für eine nette Geste. Als fünf Sekunden vor dem Ende das Schiedsrichtergespann auf Strafwurf für den VfL entschied, schickte der Coach mit Stefanie Kaiser die einzige Spielerin an den Siebenmeter-Punkt, die in diesem Spiel noch nicht zum Einsatz gekommen war. Die Österreicherin, die für die kommende Saison als Zugang beim Liga-Konkurrenten HC Leipzig im Gespräch ist, verwandelte sicher und beendete ihre Zeit beim VfL mit ihrem 45. Saisontreffer.

Otto-Ulrich Bals Autor
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