Oldenburg - Wenn die deutschen Handballerinnen an diesem Montag (18 Uhr/Sport 1) gegen die Niederlanden in die Handball-Europameisterschaft in Ungarn und Kroatien starten, dann wird Angie Geschke wahrscheinlich eine für sie ungewohnte Rolle einnehmen. Bundestrainer Heine Jensen setzt die Rückraumspielerin des VfL Oldenburg vornehmlich auf der linken Außenbahn ein. Für Geschke ist das allerdings kein Problem: „Ich bin gerne dabei – egal auf welcher Position“, sagt die 29-Jährige, und ihr Vereinstrainer Leszek Krowicki betont: „Auch als Linksaußen ist sie wertvoll.“

Dass die derzeit drittbeste Werferin der Bundesliga (60 Saisontore) ihre Stärken im Torabschluss auch von der Außenposition einbringen kann, bewies sie im letzten Test des deutschen Teams gegen Rumänien. Geschke erzielte bei der 23:26-Niederlage vier Treffer. „Eine wie Angie braucht spielerische Freiheiten, dann zahlt sie beständig mit guten Leistungen zurück“, lobt Krowicki seine Spielerin, die in dieser Saison mit guten Leistungen überzeugt.

Voraussichtlich teilen wird sich die 69-malige Nationalspielerin ihre Position mit einer alten Bekannten: Anna Loerper. Die Ex-Oldenburgerin, die in der vergangenen Spielzeit noch für den VfL auflief und inzwischen beim TuS Metzingen spielt, soll sich mit Geschke abwechseln.

Ohnehin wird die Partie gegen den Nachbarn ein Wiedersehen einer ganzen Reihe von Spielerinnnen, die für den VfL aktiv sind und waren. Auf niederländischer Seite kommt neben VfL-Torhüterin Tess Wester auch Linkshänderin Laura van der Heijden, die bis zum Sommer in Oldenburg aktiv war und nun für den dänischen Spitzenklub Team Esbjerg aufläuft, zum Einsatz. Lois Abbingh (HCM Baia Mare/Rumänien) – wie van der Heijden von 2010 bis 2014 im Oldenburger Rückraum erfolgreich – muss noch verletzt passen.

Lars Blancke
Lars Blancke Sportredaktion