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NWZonline.de Sport Handball

Wechsel verkommt zur Posse

17.04.2019

Hamburg /Berlin Freundin Simone Thomalla stichelt bei Instagram, Silvio Heinevetter greift Bob Hanning öffentlich an – und der Manager der Füchse Berlin kontert knallhart. Der angekündigte Wechsel des Nationaltorwarts aus der Hauptstadt in die Handball-Provinz zur MT Melsungen in der übernächsten Saison verkommt immer mehr zur Posse. Selbst ein vorzeitiger Bruch im Sommer ist inzwischen nicht mehr ausgeschlossen. „Wir werden ab sofort den Torhüter-Markt sondieren“, sagte Hanning.

Zuvor hatte sich Heinevetter über den Macher der Berliner in der „Bild“-Zeitung beklagt. „Nach wochenlangen Bemühungen meinerseits um ein Gespräch hat mir Bob Hanning zu verstehen gegeben, dass es kein unterschriftsreifes Angebot der Füchse geben wird“, sagte der 34-Jährige: „Jetzt behauptet er im Nachhinein das Gegenteil.“ Der Keeper erklärte zudem, Hanning habe ihm sogar nahegelegt, bereits im Sommer gegen eine Ablösesumme zu wechseln.

Die Heinevetter-Attacke kommt für den Club-Chef kurz vor dem Spitzenspiel gegen den THW Kiel an diesem Donnerstag (19 Uhr) zur Unzeit. „Vertragsgeschichten gehören grundsätzlich nicht an die Öffentlichkeit, aber nun zwingt er mich dazu“, sagte Hanning. „Fakt ist: Silvio ist unser teuerster Spieler, seine Leistungen in den vergangenen anderthalb Jahren waren durchwachsen und wir sind nicht so zufrieden, wie man es von einem Weltklasse-Torhüter erwarten darf.“

Heinevetter, der pro Jahr knapp 400 000 Euro kassieren soll, war 2009 vom SC Magdeburg nach Berlin gewechselt und ist schnell zum Gesicht des Clubs aufgestiegen – doch nun droht die Traumehe im Streit zu Ende zu gehen. Während der Torwart in Melsungen einen Zweijahresvertrag bis 2022 mit beiderseitiger Option auf ein weiteres Jahr unterschrieb, wäre laut Hanning ein langfristiger Vertrag in Berlin für Heinevetter zu gleichen Bezügen „auf der Basis der gezeigten Leistungen nicht angebracht gewesen“.

Für zusätzlichen Wirbel sorgte zudem Heinevetters Lebensgefährtin Thomalla. Die Schauspielerin postete auf der Fotoplattform Instagram ein Bild, auf dem ein kleines Männchen mit dem Hinweis zu sehen ist: Lügen haben kurze Beine. „Mehr habe ich dazu nicht zu sagen!!! Manchmal braucht man halt zehn Jahre um zu verstehen...“, schrieb die 54-Jährige dazu.

Ein Seitenhieb, den Hanning gelassen zur Kenntnis nahm. „Auf Spielerfrauen-Posts reagiere ich grundsätzlich nicht, auf diesem Niveau spiele ich nicht, weil sie mich da um Längen schlägt“, sagte der Manager.

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