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NWZonline.de Sport Handball

Handball-Em 2020: Johannes Bitter packt vor EM das Kribbeln

02.01.2020

Hamburg Schon der Neujahrstag stand bei Johannes Bitter ganz im Zeichen seines bevorstehenden Comebacks. Beim Packen des Koffers begann das große Kribbeln beim Weltmeister von 2007. „Tasche packen für drei, vier Wochen – das ist keine Belastung. Im Gegenteil, das ist Belohnung“, sagt Bitter: „Ich freue mich über jedes Teil, das ich einpacke.“

Am Donnerstagmorgen reist der Torhüter des TVB Stuttgart nach Frankfurt am Main, wo Bundestrainer Christian Prokop seine Handballer zur heißen Phase der EM-Vorbereitung versammelt – und Bitter hat nach neunjähriger Turnierpause das EM-Fieber gepackt. „Ich bin voller Vorfreude auf die Lehrgangswoche und auf die EM“, sagt der 37-Jährige gebürtige Oldenburger, der früher bei der HSG Varel sowie dem Wilhelmshavener HV spielte.

Wenn Bitter, der Routinier, von seiner Rückkehr in den erlauchten Kreis der Nationalmannschaft spricht, klingt er dabei fast ein bisschen wie vorm ersten Mal. Wie damals vor exakt 18 Jahren, als er am 4. Januar 2002 als 19-Jähriger sein Länderspieldebüt gab. „Es fühlt sich definitiv nicht so an, als ob ich schon 140 Länderspiele gemacht hätte“, sagt Bitter heute und nennt das Gefühl „eine spannende Mischung aus Zurückkommen, aber irgendwie auch alles neu“.

Bitter, der seinerzeit wegen der Familie zurückgetreten war, ist im deutschen Handball noch immer eine ganz große Nummer. In der Szene genießt der ewige „Jogi“ nach wie vor höchsten Respekt. Als Leader, Motivator und Siegertyp, der nach dem WM-Triumph mit dem HSV Hamburg auch die Meisterschaft, den DHB-Pokal und die Champions League abräumte. Klar, dass Bitter dem deutschen Team trotz etlicher prominenter Absagen bei der EM einiges zutraut.

„Wir haben absolut das Potenzial, eine Medaille holen zu können“, sagt Bitter: „Unser Kader ist gut, in Teilen sogar sehr gut. Wir dürfen uns Chancen ausrechnen, sehr weit zu kommen.“

Die Hoffnungen ruhen dabei vor allem auf dem neuen Gespann im deutschen Tor. Lange Zeit wurde in der Szene debattiert, ob Silvio Heinevetter oder Dario Quenstedt der Richtige für den Platz neben Stammkeeper Andreas Wolff sei. Doch Coach Prokop zauberte aufgrund der „kontinuierlich starken Leistungen in der Bundesliga“ am Ende Altmeister Bitter aus dem Hut.

Streit hinsichtlich einer Hierarchie mit Platzhirsch Wolff befürchtet Bitter nicht. „Ich habe mich in meiner Nationalmannschaftskarriere nie als klare Nummer eins oder zwei gefühlt. Das ist mir auch vollkommen wurscht“, sagt der 37-Jährige: „Wenn der Andi jetzt überragend hält und jedes Spiel 20 Bälle abwehrt, dann bin ich der Letzte, der sich grämt, sondern bin der Erste, der auf der Bank steht, und ihn feiert. Darauf wird es ankommen.“

Es hat sich vieles getan, seit Bitter zum 144. und bis dato letzten Mal für Deutschland auflief. Die Mannschaft, der Trainer, das Drumherum – vieles ist neu. „Das wird mega spannend“, sagt Bitter: „Ich war jetzt eine ganze Zeit als Fan dabei. Da jetzt wieder mitmischen zu dürfen, wo andere nur zuschauen, da freue ich mich drauf.“

Für die WM-Playoffs im Sommer 2014 hatte er sich seinerzeit zu einem Kurz-Comeback überreden lassen. Diesmal könnte seine Rückkehr allerdings von längerer Dauer sein, die Olympischen Spiele im Sommer üben eine große Anziehungskraft aus.

„Es wäre gelogen, zu sagen, ich hätte das nicht im Hinterkopf. Da will jeder deutsche Handballer hin“, sagt Bitter. Und dann folgt ein Satz, der typisch für ihn ist: „Vor allem haben wir im Kopf, dass der Europameister sich direkt für die Olympischen Spiele qualifiziert.“

Aber, das betont Bitter, noch habe Olympia keinen Stellenwert. „Wir sollten zunächst die kommenden Aufgaben erledigen“, sagt er.

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