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NWZonline.de Sport Handball

Holt sich der SC Magdeburg wieder Europas Krone?

19.05.2017

Magdeburg Mit 22 Spielen ohne Niederlage in Serie ist der SC Magdeburg wettbewerbsübergreifend die Mannschaft der Stunde. An diesem Wochenende in Göppingen wird sich zeigen, ob die Form der Elbestädter auch für einen internationalen Titel reicht. Im Halbfinale des Final4 im EHF-Pokal am Samstag trifft das Team von Bennet Wiegert im deutsch-deutschen Duell auf Titelverteidiger und Gastgeber Frisch Auf Göppingen. Das zweite Semifinale betreiten die Füchse Berlin und Saint-Raphael Var aus Frankreich. Am Sonntag könnte der Champions-League-Sieger von 2002 seinen vierten EHF-Pokal nach 1999, 2001 und 2007 holen.

Beide Bundesliga-Duelle in dieser Saison gegen Göppingen gewann Magdeburg mit einem Tor Differenz. „Ist es im Halbfinale wieder ein Tor für uns, reicht mir das völlig aus“, sagte SCM-Torhüter Jannick Green und fügte hinzu: „Wir kennen Göppingen sehr gut. Sie uns auch. Es kann ein Vorteil sein, dass sie zuhause spielen. Es wird nicht einfach.“

Wiegert warnt sein Team vor dem Gastgeber, der in der Liga zuletzt sechs Niederlagen hintereinander verkraften musste. „Genau darin sehe ich die Gefahr. Wir haben den DHB-Pokal auch als Außenseiter gewonnen“, betonte der 35-jährige Coach und zog Parallelen zum Vorjahr, als der SCM nach einer total verkorksten Saison den Pokalsieg in Hamburg schaffte. „Göppingen hat die Chance, mit nur einem Wochenende die Saison positiv zu beenden. Daher dürfen wir uns nicht verstecken, ein angeschlagener Löwe ist schwierig zu bespielen.“

Nach der beeindruckenden Serie strotzt der SCM nur so vor Selbstbewusstsein. „Wenn wir unseren Handball spielen, können wir jeden schlagen. Wir sind momentan sehr gut drauf als Mannschaft“, sagte Rechtsaußen Robert Weber vom derzeitigen Tabellen-Fünften der Bundesliga.

Göppingens Trainer Magnus Andersson weiß um die Schwere der Aufgabe. „Es ist unser Traum, den Titel zu verteidigen. Aber es wird verdammt schwer“, sagte er. Zur Verstärkung reaktivierte er erneut den ehemaligen Magdeburger Rechtsaußen Christian Schöne, der schon im Vorjahr beim 31:25-Sieg der Göppinger gegen Magdeburg im EHF-Pokal-Viertelfinale mit drei Treffern einen erheblichen Anteil hatte. Er kennt Wiegert bestens, beide gewannen mit dem SCM 2002 die Königsklasse und die Vereins-Europameisterschaft. Wie auch Wiegert vor Jahren beim SCM, ist der ehemalige Nationalspieler Schöne Nachwuchschef in Göppingen. Doch der Aushilfs-Rechtsaußen ist realistisch, meinte nach der 19:29-Schlappe in Wetzlar, dass das Final4 „zum ungünstigsten Zeitpunkt“ kommt.

Sollten die Bördeländer die Hürde Göppingen überspringen, wartet mit den Füchsen Berlin, die sich im Halbfinale mit Saint-Raphael Var auseinandersetzen müssen, eventuell das nächste Bundesliga-Duell. Füchse-Trainer Velimir Petkovic gewann sogar mit Frisch Auf zweimal den EHF-Cup (2011, 2012). „Magdeburg ist in der Bundesliga die Mannschaft der Stunde, spielt eine überragende Rückrunde“, meinte der Deutsch-Bosnier.

Vor der Abreise an diesem Donnerstag bangt Wiegert noch um Linkshänder Nemanja Zelenovic, der sich in der 59. Minute beim 30:23-Erfolg gegen den HSC 2000 Coburg zum wiederholten Mal die Nase brach. „Er hat damit ja schon Erfahrung, da er keine Atemnot hat, habe ich die Hoffnung, dass er dabei sein kann“, sagte Wiegert im Interview mit dem Mitteldeutschen Rundfunk. „Am Wochenende haben wir zwei wichtige Spiele im EHF-Cup Final4. Ich bin bereit zu spielen“, sagte der serbische Rückraumspieler nach der Untersuchung in der Magdeburger Uniklinik kämpferisch. Eine klare Ansage macht auch Wiegert: „Wenn du den Titel gewinnen willst, musst du alle Gegner schlagen - und es ist nicht nur unser Ziel, es zum Finale zu schaffen, sondern es zu gewinnen.“

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