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NWZonline.de Sport Handball

In „Hölle des Nordens“ sprudelt der Jungbrunnen

04.07.2005

VAREL VAREL - Die HSG Varel macht vor ihrem 18. Zweitligajahr dem Motto „Jugend forscht“ alle Ehre. Sportlich am Saisonende abgestiegen, durch das Lizenz-Geschacher im deutschen Männer-Handball durch die Hintertür wieder in die Zweite Liga Nord eingestiegen, wollen sich die Friesländer in der kommenden Saison mit jugendlichem Elan und neuer Frische so schnell wie möglich von der Türschwelle nach draußen in Sicherheit bringen.

„Wir haben die jüngste Mannschaft aller Zweitligisten in Deutschland“, sagt Trainer Peter Kalafut, der von den Bundesligafrauen des VfL Oldenburg zu seinem Stammverein zurückkehrte und schon zwischen 1995 und 1999 in Varel (damals noch VTB Altjührden) für Furore sorgte. Viele Stammkräfte (u.a. Stahl, Toepler, Cordes, Ahmann, Bube) haben den Verein verlassen, so dass der ehrgeizige Slowake nur ein Ziel vor Augen haben kann: „Mit dieser jungen Truppe geht es für uns vom ersten Spieltag an nur um den Klassenerhalt“, betont Kalafut.

Die zweitligaerfahrenen Torhüter Olaf Winkler (OHV Aurich/31 Jahre) und Christoph Dannigkeit (26) sowie die Routiniers Ralf Koring (Kreis/36) und Christian Brecht (Rückraum/34) sollen den Talentschuppen aus Friesland Richtung Klassenerhalt führen. In dem 23-jährigen Linkshänder und Jung-Nationalspieler Bogdan Petru Mihai vom rumänischen Spitzenclub HC Minaur Baia Mare konnte die HSG zwar kurz vor Toresschluss eine Verstärkung an Land ziehen, doch der Rest der Mannschaft ist 20 Jahre alt und jünger.

„Uns fehlt natürlich auf einigen Positionen die nötige Erfahrung, aber wir werden als echtes Team auftreten“, verspricht Kalafut der Konkurrenz heiße Spiele in der als „Hölle des Nordens“ gefürchteten Sporthalle in Altjührden. Die Begeisterung um die HSG Varel ist in der Region zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven in jedem Fall ungebrochen. Nach dem Abstieg hielten alle Sponsoren am Traditionsverein fest, nach dem unerwarteten Klassenerhalt stockten sie ihr Engagement sogar noch einmal auf. Der gute Ruf verpflichtet: Schließlich. gingen Nationalspieler wie Johannes Bitter (Magdeburg) oder Jan Fegter (Wilhelmshaven) einmal aus der Altjührder Handballschule hervor.

Heute wie damals setzt die HSG Varel nun auf die Jugend und hat dieser auch wieder etwas zu bieten: So ist das Friesland-Derby gegen den OHV Aurich (22. Oktober) wie auch ein zweites Spiel (vermutlich im Dezember gegen Stralsund) bereits fest nach Oldenburg vergeben. Die Auftritte in der EWE-Arena sollen Kalafuts Talentschmiede einen zusätzlichen Kick geben.

Na ja, und einen „Joker“ hält die HSG auch noch in der Hand: Arek Blacha, 34-jähriges HSG-Urgestein und zuletzt Garant für viele Vareler Erfolge, wird dem Verein auch weiterhin zur Verfügung stehen. Der letztjährige Spielertrainer, den eine hartnäckige Oberschenkelverletzung immer wieder zurückgeworfen hatte, lehnte alle Angebote (u.a. VfL Edewecht) ab, will seine Ausbildung zum Physiotherapeuten in Oldenburg abschließen und verstärkt künftig die 2. Mannschaft der HSG im Kampf um den Verbandsligaaufstieg. Kalafut vielsagend: „Vielleicht werden wir auf seine Erfahrung noch zurückgreifen.“

Otto-Ulrich Bals
Redaktionsleitung
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2030

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