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NWZonline.de Sport Handball

Spitzenreiter stolpert in Kiel

13.05.2019

Kiel Das Derby gewonnen, der Meistertraum lebt: Rekordmeister THW Kiel hat sich im Titelkampf der Handball-Bundesliga eindrucksvoll zurückgemeldet. Die Mannschaft von Alfred Gislason besiegte die SG Flensburg-Handewitt in einem dramatischen und hochspannenden Nordderby mit 20:18 (11:11) und zog nach Pluspunkten mit dem Spitzenreiter gleich.

Damit darf Trainer-Ikone Gislason, der in diesem Sommer nach elf Jahren beim THW aufhört, auf einen perfekten Abschied hoffen. Den DHB-Pokal haben die Kieler bereits gewonnen, der EHF-Cup könnte am kommenden Wochenende folgen. Garant für den Sieg im 99. Nordklassiker war Kiels Keeper Niklas Landin, der die Flensburger mit zahlreichen Paraden zur Verzweiflung trieb. Bester THW-Torschütze war Spielmacher Domagoj Duvnjak mit fünf Treffern, bei der SG traf Lasse Svan ebenfalls fünfmal.

„Das war eine unglaubliche Stimmung, ein richtiges Handballfest“, sagte Gislason: „Unsere Abwehr stand sehr gut, Landin war überragend, das hat es ausgeglichen, dass wir viel freie Chancen haben liegenlassen.“ Das bestätigte Flensburgs Trainer Maik Machulla: „Wir haben heute gegen Niklas Landin verloren, Es war überragend, wie er gehalten hat. Wenn du so viele Chancen nicht nutzt, dann wird es in einem solchen Spiel schwer. Wir müssen die Schuld bei uns suchen.“

Während der THW mit seinen Fans den 16. Pflichtspielsieg nacheinander feierte, musste Flensburg im 30. Saisonspiel die zweite Niederlage einstecken. Die Mannschaft von Machulla führt die Tabelle mit 56:4 Punkten zwar weiter vor den Kielern (56:6) an, darf sich in den verbleibenden vier Spielen aber keine weitere Niederlage mehr erlauben. Zudem verloren die Flensburger ihren Kapitän und Abwehrchef Tobias Karlsson, der in der ersten Halbzeit wegen Rückenproblemen die Halle verlassen musste.

Für Wirbel hatte vor der Partie ein Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ über entwürdigende Rituale in der Nachwuchs-Akademie Flensburgs gesorgt. Jugendspieler hätten sich in dem Handball-Internat in der Vergangenheit über Jahre hinweg einem Aufnahmeritual unterziehen müssen. Dabei seien den Talenten Brustwarzen mit einer Rohrzange umgedreht worden, während Mitspieler sie festhielten.

„Dieses Ritual betrifft nicht uns, die Akademie ist unabhängig“, sagte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke: „Dennoch verurteilen wir auf das Schärfste, was dort passiert ist.“ Der Spiegel und der NDR zitieren einen Handballer, der angibt, neun Monate nach dem Ritual im März 2016 die Akademie verlassen und mit dem Sport aufgehört zu haben. Es sei ein posttraumatisches Belastungssyndrom diagnostiziert worden. „Es ist alles getan worden, um das professionell aufzuarbeiten“, sagte Schmäschke: „Seitdem hat es nie wieder einen Vorfall gegeben.“

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