• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Sport Handball

Fäth ist Deutschlands X-Faktor

21.01.2019

Köln Dann waren auf einmal wirklich alle Augen und Scheinwerfer auf ihn gerichtet, und Steffen Fäth war es fast ein bisschen peinlich. „Wir haben alle zusammen als Mannschaft gekämpft“, sagte der „Man of the Match“ nach dem 24:19 der deutschen Handballer gegen Island im ersten WM-Hauptrundenspiel in Köln: „Das Trainerteam hatte uns super eingestellt, wir wussten genau, was auf uns zukommt.“

Bloß nicht Ruhm und Ehre für sich allein beanspruchen, das ist das Credo des überzeugten Mannschaftsspielers Steffen Fäth. Und dennoch ragte der stille Hesse aus einem kompakten Team heraus, mit seinen sechs Toren aus dem linken Rückraum war er der erfolgreichste deutsche Angreifer. „Es sieht gar nicht so schnell aus, wenn er wirft, aber seine Würfe haben unheimlich Schmackes“, sagte Torwart-Gigant Andreas Wolff: „Steffen ist unser X-Faktor.“

Fäth hat viele Fans in den eigenen Reihen, zu denen gehört auch Bob Hanning. Der mächtige Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB) schob dem Rückraumspieler der Rhein-Neckar Löwen sogar eine Schlüsselrolle zu. „Wenn wir eine Medaille wollen, brauchen wir ihn in noch besser, als er jetzt schon ist“, sagte Hanning nach der Vorrunde. Fäth müsse „jetzt für uns die Kohlen aus dem Feuer holen – weil er es kann“. Anfangen soll er damit beim ersten Duell um den Halbfinaleinzug an diesem Montag (20.30 Uhr/ZDF) gegen Kroatien. Weil die Kroaten am Sonntag überraschend 26:29 gegen Brasilien verloren, hätte das deutsche Team bei einem Sieg das Halbfinale bereits sicher erreicht.

Bei aller Wertschätzung für Fäth konterte Bundestrainer Christian Prokop Hanning am Samstag mit einem verbalen Seitenhieb: „Eine Medaille geht nur über die gesamte Mannschaft. Wer das bis hierhin nicht begriffen hat, kennt sich im deutschen Handball schlecht aus.“

Unbestritten ist aber die Bedeutung, die der stille Steffen Fäth für den Erfolg der deutschen Mannschaft hat. Von seinen Nebenleuten immer wieder hervorragend in Szene gesetzt, erzielte der 28-Jährige seine Tore aus der zweiten Reihe ansatzlos, ohne Schnörkel und mit einer unwiderstehlichen Wucht. „Für Steffen war es das Freischwimm-Spiel“, sagte Hanning: „Genau so brauchen wir ihn.“ Mitspieler Fabian Böhm fand das gar nicht so überraschend: „Ich glaube, die Handballszene weiß nicht erst seit heute, was für ein grandioser Spieler Steffen ist.“

Bis zu den Rhein-Neckar Löwen, möchte man meinen, ist diese Botschaft noch nicht recht durchgedrungen. Nach seinem Wechsel im Sommer 2018 von den Füchsen Berlin nach Mannheim saß Fäth viel zu oft auf der Bank, in den letzten fünf Bundesligaspielen stand er überhaupt nicht auf der Platte. Aber Fäth wäre ja nicht Fäth, wenn er sich lautstark dagegen auflehnen würde. Auch bei den Löwen steht für ihn der Teamgedanke im Mittelpunkt: „Es geht nie um mich, immer um die Mannschaft.“

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.