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Aktualisiert vor 6 Minuten.

Hannelore Elsner Ist Tot
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NWZonline.de Sport Handball

Im Halbfinale wartet Norwegen

24.01.2019

Köln Die deutschen Handballer legten nach der rauschenden Abschiedsparty in ihrem „Wohnzimmer“ noch einmal ein kleines Tänzchen aufs Parkett, Bundestrainer Christian Prokop applaudierte ihnen begeistert. Durch ein 31:30 (17:16) gegen Europameister Spanien im Tollhaus Köln-Arena gehen Kapitän Uwe Gensheimer und Co. mit breiter Brust als ungeschlagener Gruppensieger ins WM-Halbfinale an diesem Freitag (20.30 Uhr/ARD) in Hamburg gegen Vize-Weltmeister Norwegen.

„Die Jungs wollten sich mit einem guten Gefühl verabschieden. Wir wollten mit Rückenwind nach Hamburg reisen“, sagte Prokop nach dem sechsten Sieg im achten Turnierspiel. „Oh, wie ist das schön“, sangen die begeisterten Fans und wedelten wild mit ihren schwarz-rot-goldenen Fähnchen, als sich die Spieler auf der Ehrenrunde für die fantastische Unterstützung bei den drei Hauptrundensiegen bedankten.

Jetzt geht es gegen Norwegen um alles. „Norwegen ist eine Mannschaft, die auf einem Spitzenlevel spielt. Aber wir können uns auch noch steigern“, sagte Teammanager Oliver Roggisch. Im zweiten Halbfinale treffen zuvor (17.30 Uhr) Olympiasieger Dänemark und Titelverteidiger Frankreich aufeinander.

Bester deutscher Werfer gegen Spanien war Fabian Böhm mit fünf Toren. Prokop gönnte vor 19 250 Zuschauern Stammspielern wie Kapitän Uwe Gensheimer und Abwehr-Ass Patrick Wiencek einige Ruhepausen für das wichtigste Spiel der Nationalmannschaft seit dem EM-Finale vor drei Jahren. Zuletzt hatte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) beim goldenen Wintermärchen 2007 im WM-Halbfinale gestanden.

Prokop hatte vor dem Duell der Ex-Weltmeister angekündigt, die Kräfte angesichts der hohen Belastungen „gut zu verteilen“. So kam der für den schwer am Knie verletzten Spielmacher Martin Strobel (Kreuzband- und Innenbandriss) nachnominierte Lemgoer Tim Suton zu einem überzeugenden Einstand, der Bundestrainer wechselte zudem schon in der ersten Halbzeit munter durch.

In der Neuauflage des EM-Finals von 2016 merkte man beiden Teams an, dass der sportliche Wert des Spiels nicht mehr allzu groß war. In den Abwehrreihen mangelte es an der letzten Konsequenz, zudem schlichen sich kleinere Unkonzentriertheiten ins Spiel des Gastgebers ein. Das Torhüter-Duo Andreas Wolff und Silvio Heinevetter bekam in den ersten 30 Minuten nur wenige Bälle zu fassen. Die 16 Gegentore zur Pause bedeuteten den Höchstwert für das DHB-Team bei diesem Turnier.

„Wir spielen nach vorne ein gutes Tempo. In der Abwehr haben wir noch Luft nach oben. Da müssen wir den Torhütern mehr helfen“, sagte Roggisch in der Halbzeitpause, in der die Weltmeister von 2007 unter viel Beifall des Publikums von DHB-Präsident Andreas Michelmann geehrt wurden. Angetrieben vom sich steigernden Heinevetter und einer deutlich verbesserten Abwehr zog das DHB-Team nach einem Treffer von Kai Häfner beim 20:17 erstmals auf drei Tore davon (36.).

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