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NWZonline.de Sport Handball

Handball: So tickt Deutschlands Abwehr-Ass

25.01.2019

Köln Wenn ein Bremer mit Freude nach Hamburg fährt, dann muss es dort etwas ganz Besonderes geben. Für Finn Lemke gibt es dies. In der Arena neben dem Volksparkstadion kämpft der linke Rückraumspieler an diesem Freitag (20.30 Uhr/ARD) mit der deutschen Handball-Nationalmannschaft gegen Norwegen um den Einzug ins WM-Finale. „Ich habe gute Erinnerungen an Hamburg. 2016 habe ich in dieser Halle mit dem SC Magdeburg den Pokal gewonnen“, sagt Lemke.

Zuschauerrekord

Die WM in Deutschland und Dänemark vermeldet bereits vor dem Halbfinale einen Zuschauerrekord. Bisher sahen insgesamt 837 000 Besucher in Berlin, Köln, München, Kopenhagen und Herning die 92 Spiele in Vor-, Haupt- und Platzierungsrunde. Allerdings fanden auch noch nie so viele Spiele statt. Den bisherigen Rekord hielt die WM 2007 in Deutschland mit insgesamt 750 000 Zuschauern. „Wir waren selbst dann voll besetzt, wenn die deutsche Mannschaft nicht gespielt hat“, sagte Andreas Michelmann, Präsident des Deutschen Handballbundes: „Daran sieht man, was diese WM für den Handball bedeutet.“

2011 war er von seinem Heimatverein HSG Schwanewede-Neuenkirchen (Kreis Osterholz) aus in die große Welt der Bundesliga gezogen. Erst zum TBV Lemgo, 2015 weiter nach Magdeburg, seit 2017 ist Lemke „Verteidigungsminister“ der MT Melsungen. Wobei er den Begriff ebenso wenig mag wie „Abwehrchef“ im Nationalteam. „Da sind ja viel eher Patrick Wiencek und Hendrik Pekeler zu nennen. Die beiden machen einen fantastischen Job und ich unterstütze sie, so gut ich kann“, meint Lemke.

Mit 2,10 Metern mag er der Längste im Kader von Bundestrainer Christian Prokop sein, ein Lautsprecher allerdings ist er nicht. Lemke erfüllt nach Spielen höflich die Anfragen der Medienvertreter, antwortet aber am liebsten nur kurz und sucht schnell die Abgeschiedenheit der Kabine auf. Auch in den WM-Hotels hat er wegen seiner Größe keine Extra-Wünsche: „Ich frage nicht nach Sonderbetten. Ich habe mich daran gewöhnt, dass meine Füße über die Kante schauen.“

Woran sich der 26-Jährige hingegen noch nicht gewöhnt hat, sind eigene Treffer. In der Bundesliga stehen in seinen bislang 164 Partien aktuell 411 zu Buche, im Schnitt also 2,51. Ein überschaubarer Wert, auch wenn das Tore erzielen natürlich nicht das Kerngeschäft des Abwehrhünen von der Weser ist. Umso mehr hat sich Lemke dann auch über seine beiden bisherigen Treffer bei dieser WM gefreut. Mit einem symbolischen Kuss ins Publikum grüßte er jeweils seine Frau.

Die Familie geht Finn Lemke über alles. Sowohl in Berlin als auch in Köln wie nun in Hamburg ist Frau Jacqueline mit dem sechs Monate alten Max dabei. „Mein Sohn bekommt natürlich nicht viel mit. Aber ich werde ihm später mal erzählen, dass er gegen Brasilien bei meinem ersten WM-Tor dabei war“, sagt Lemke. Nach Hamburg werden sicher auch die zwei Brüder sowie der Vater der handballverrückten Familie fahren. Torben (28) spielt beim Oberligisten VfL Edewecht (Kreis Ammerland), Jari (21) beim TBV Lemgo.

Dort hat Vater Jan-Peter Lemke, der bei Spielen von Verbandsligist Schwanewede als Hallensprecher fungiert, 2011 mal in gleicher Funktion gewirkt. Just in diesem Spiel erzielte Finn sein erstes Bundesliga-Tor – und nun könnte er Weltmeister werden. Für diesen Traum beißt der in Kassel wohnende Lemke auf die Zähne. Seit geraumer Zeit schon bereitet die Schulter Probleme, eine OP scheint kaum vermeidbar.

Die WM im eigenen Land aber wollte er auf gar keinen Fall verpassen. Dafür fährt ein Bremer auch nach Hamburg.

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