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NWZonline.de Sport Handball

Kretzschmar geht mit Tränen

16.07.2007

MAGDEBURG Alles war perfekt inszeniert, nur seine Emotionen waren nicht geplant: Der sonst so coole Stefan Kretzschmar weinte bei seinem letzten Auftritt auf der großen Handball-Bühne vor Rührung. Als seine Eltern Waltraud und Peter sowie seine Geschwister dem bekanntesten deutschen Handballer vor den mehr als 8000 Zuschauern in der ausverkauften Magdeburger Bördelandhalle ein selbst geschriebenes Lied sangen, schossen dem 34-Jährigen die Tränen in den Augen.

Auch bei der Ehrenrunde im Anschluss an sein Abschiedsspiel am Sonnabend zwischen „Kretzsches Auswahl“ und der Bundesliga- Mannschaft des SC Magdeburg (29:29) konnte man seine Gefühle förmlich sehen – Wehmut und Rührung, aber auch Dankbarkeit. „Das ging extrem unter die Haut und war nicht einfach für mich“, bekannte der Linksaußen a.D. mit stockender Stimme.

„Ich habe das vierzig Mal vor dem Spiegel geprobt, aber es war noch nie so schwer für mich, etwas zu sagen. Es war eine geile Zeit – danke.“ Nach 16 Jahren Bundesliga, 821 Toren, 218 Länderspielen, vielen Titeln und Ehrungen hat das Enfant terrible, das im letzten Jahrzehnt das Gesicht des Handballs im Weltmeister-Land war, keine Lust mehr.

An Kretzschmars letztem Arbeitstag als Sportler durfte die internationale Elite nicht fehlen. So spielten in dem von Heiner Brand, dem Magdeburger Ex-Trainer Alfred Gislason und Zvonimir Serdarusic vom Triple-Gewinner Kiel gecoachten „Dream-Team“ auch Jahrhundert-Handballer Magnus Wislander, Henning Fritz, Florian Kehrmann, Olafur Stefansson, Joel Abati, Lars Christiansen, Jan Holpert und Daniel Stephan. Als Überraschungsgäste waren auch die TV-Komiker Oliver Pocher und Elton auf der Platte.

In dem „Gaudi-Spiel“ traf der zweimalige Handballer des Jahres siebenmal und begeisterte mit Trickwürfen Fans und Mitspieler. Und angesichts seiner Finesse war nicht nur Lars Christiansen, seinerseits einer der weltbesten Linksaußen, der Meinung, dass „Stefan noch ein paar Jahre spielen könnte.“

Kretzschmar, der nach dem Spiel mit 400 Freunden und Bekannten noch bis in die frühen Morgenstunden feierte, hat nun als Sportlicher Leiter – er selbst nennt sich am liebsten Sportinspektor – beim SC Magdeburg eine neue Herausforderung gefunden. „Die Sehnsucht nach einem normalen Job wurde immer größer, und ich freue mich darauf“, bekannte er.

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