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NWZonline.de Sport Handball

So viel VfL steckt im deutschen Höhenflug

11.12.2019

Kumamoto /Oldenburg Serbien ist abgehakt, der Blick geht nach vorn: Denn Deutschlands Handballerinnen dürfen weiter von einer Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio träumen. Sogar das Erreichen des Halbfinales ist bei der WM in Japan noch möglich. Sprich: Mit einem Sieg im letzten Hauptrundenspiel an diesem Mittwoch (12.30 Uhr/sportdeutschland.tv) gegen Norwegen winkt der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) erstmals seit 2007 wieder eine WM-Medaille. Und gleich zwei Oldenburgerinnen haben an dieser immer noch komfortablen Ausgangslage mitgeschraubt.

„Natürlich war die Stimmung nach der knappen Niederlage gegen Serbien zuerst nicht so gut. Das war einfach ärgerlich. Aber jetzt heißt es, mit voller Kraft in das Norwegen-Spiel zu gehen“, berichtete Jenny Behrend am Dienstag. Der Ruhetag stand ganz im Zeichen des Abschaltens und der Regeneration.

Sieben WM-Tore

Die 23-jährige Rechtsaußen erfüllte bislang ihre Rolle als Backup für die starke Amelie Berger vom deutschen Meister SG Bietigheim mit Bravour, kam immer wieder zu kurzen Einsätzen und erzielte bis dato sieben WM-Treffer. „Ich habe hier in Japan die Chance erhalten, auf einem sehr, sehr hohen Niveau spielen und lernen zu dürfen. Ich sauge alles auf und bin einfach nur glücklich, Teil dieses tollen Teams sein zu dürfen“, stellt sich Behrend ganz in den Dienst der Mannschaft.

Dafür ackert am Spielfeldrand auch die Oldenburger Handball-Legende Heike Horstmann (48/168 Länderspiele). „Dass wir bei der Hammergruppe nach der Vorrunde überhaupt in die Hauptrunde eingezogen sind, war schon eine großartige Leistung. Und wenn mir jemand vor Turnierbeginn erzählt hätte, dass wir jetzt im letzten Hauptrundenspiel sogar ums Halbfinale spielen, das hätte ich dankend unterschrieben“, hat die deutsche Mannschaft für die Co-Trainerin von Bundestrainer Henk Groener die Erwartungen schon heute erfüllt.

Jetzt soll es mindestens Platz drei in der Hauptrunde werden und damit die sichere Teilnahme an einem Olympia-Qualifikationsturnier. „Wir müssen gegen Norwegen zumindest Unentschieden spielen oder gewinnen, um ins Halbfinale einziehen zu können“, weiß Horstmann. Bei einem Remis dürften Serbien (gegen Dänemark) und die Niederlande (gegen Südkorea) ihre Partien beide nicht gewinnen, damit es für den Halbfinaleinzug reicht.

Keine Übermannschaft

Zuletzt bei der EM konnte Deutschland das norwegische Team besiegen. Doch für das Endspiel ums Weiterkommen gegen Norwegen muss die DHB-Auswahl noch einmal alle Kräfte mobilisieren. „Jetzt wartet nochmal ein richtig starker Gegner auf uns. Ich erwarte ein sehr temporeiches und hartes Spiel. Wir müssen 60 Minuten lang richtig ackern in der Abwehr und versuchen, die schnellen Norwegerinnen in ihrem Tempospiel zu unterbinden“, erwartet Behrend erneut einen knappen Ausgang.

Entscheidend wird dabei aber auch sein, die Chancenverwertung wieder zu verbessern. „Wenn wir all unsere Dinger rein gemacht hätten, stünden wir dank der Niederlage der Niederlande jetzt schon im Halbfinale“, weiß Horstmann, die aber auch sagt: „Wir haben die freie Zeit genutzt, die Mädels körperlich und mental wieder fit zu bekommen. Norwegen ist nicht ganz so gut besetzt wie zuletzt bei der EM, ist dennoch eine abgeklärte Mannschaft, aber wir suchen unsere Chance. Das ist keine Übermannschaft.“

Stimmung aufgehellt

Die Stimmung im deutschen Team hat sich nach der unglücklichen 28:29-Niederlage am Montag gegen Serbien jedenfalls wieder aufgehellt, und Behrend unterstreicht noch einmal den Teamgeist und die Willenskraft, mit der die DHB-Auswahl gegen Norwegen auflaufen wird: „Unser Traum von Olympia lebt weiter und wir werden alles dran setzen, um dieses Ziel auch zu erreichen“, verspricht die Oldenburgerin ein packendes Duell auf Augenhöhe.

Otto-Ulrich Bals Autor
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