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NWZonline.de Sport Handball

DHB-Frauen haken Kantersieg schnell ab

07.12.2017

Leipzig Emily Bölk war nach ihrer WM-Torpremiere überglücklich, ihre Mitspielerinnen feierten den Sprung an die Tabellenspitze ausgelassen: Doch nach dem 24:9 (10:3)-Kantersieg gegen den überforderten Außenseiter China richtete sich die Konzentration der deutschen Spielerinnen schon auf den Gruppen-Showdown bei der Handball-WM gegen Vize-Weltmeister Niederlande.

„Das ist ein kleines Endspiel“, sagte Spielführerin Anna Loerper. Auch Bölk dachte wenige Minuten nach der Schlusssirene in Leipzig sofort an das brisante Duell gegen den Nachbarn. „Der Pflichtsieg gegen China ist spätestens im Hotel abgehakt. Im Derby gegen Holland wollen wir uns den Gruppensieg sichern“, sagte Bölk.

Durch den dritten Sieg im vierten Turnierspiel darf die Mannschaft von Bundestrainer Michael Biegler mit 7:1 Punkten auf eine optimale Ausgangsposition für das Achtelfinale hoffen. Bei einem weiteren Erfolg an diesem Freitag (18 Uhr/Sport 1) gegen die Niederlande (5:3 Punkte) hätte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) Platz eins sicher und würde damit in der K.o.-Runde auf einen vermeintlich leichteren Gegner treffen. Bei einer Niederlage ist ein Absturz auf Rang drei möglich.

„Der Sieg war standesgemäß. Auf unsere Abwehrleistung können wir aufbauen“, sagte DHB-Vizepräsident Bob Hanning. Weniger Gegentreffer hatte das DHB-Team in einem WM-Spiel zuletzt 1965 bei der Heim-WM gegen Dänemark (7:5) kassiert. „Wir haben das Spiel durch eine starke Defensive gewonnen“, sagte Biegler nach dem Erfolg vor 3165 Zuschauern.

Beste deutsche Werferin gegen die in allen Belangen unterlegenen Chinesinnen war Bölk mit vier Toren. Damit ist die Buxtehuderin endgültig im Turnier angekommen. Die 19-jährige Rückraumspielerin, die die ersten beiden Spiele gegen Kamerun (28:15) und Südkorea (23:18) aufgrund einer Fußverletzung verpasst hatte, war danach sichtlich zufrieden: „Ich bin erleichtert, dass ich meine ersten Treffer erzielt habe.“

Angie Geschke vom VfL Oldenburg stand zwar erneut in der Anfangsformation, blieb dieses Mal aber ohne Treffer.

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