Oldenburg - Deutschlands Handballerinnen laufen sich warm für das wichtige WM-Qualifikationsspiel am 2. Juni in Oldenburg. Das Team von Bundestrainer Heine Jensen traf sich am Freitag zum Lehrgang in Berlin, wo die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) an diesem Sonntag noch ein Vorbereitungsländerspiel gegen Polen bestreitet.
„Die polnische Frauennationalmannschaft hat ein ähnliches Niveau wie die der Ukraine“, meinte Jensen vor den beiden wegweisenden Duellen mit der ehemaligen Sowjetrepublik. Die WM-Playoff-Partien gegen die Ukraine folgen am 2. und 9. Juni in Oldenburg und Kiew. Und nur der Gesamtsieger nach Hin- und Rückspiel fährt zur Weltmeisterschaft vom 7. bis 22. Dezember in Serbien. Bereits für die Weltmeisterschaft qualifiziert sind Titelverteidiger Norwegen, Europameister Montenegro sowie Ungarn und Gastgeber Serbien.
Einen personellen Rückschlag muss der Bundestrainer dabei allerdings in Kauf nehmen: So wird die DHB-Auswahl ohne die Handballerin des Jahres in die WM-Qualifikation gehen. Aus Studiengründen hatte Torfrau Katja Schülke ihre Teilnahme an den Spielen gegen die Ukraine sowie dem vorausgehenden Test gegen Polen absagen müssen.
Für die 29-jährige Leipzigerin (91 Länderspiele) rückte Jana Krause nach. Die 25-jährige Torfrau des Buxtehuder SV bestritt bisher 20 Länderspiele. „Ich denke, wir haben dennoch ein gutes Torhüter-Gespann“, meinte der Bundestrainer. Ansonsten setzt der Däne beim Personal ganz auf Kontinuität. Jensen vertraut in erster Linie 13 Spielerinnen, die bereits bei der EM 2012 im deutschen Kader standen.
Vom Bundesliga-Vierten VfL Oldenburg steht aktuell keine Spielerin im deutschen Aufgebot. „Das muss aber nicht so bleiben“, sagte Jensen, der in Wiebke Kethorn und Maike Schirmer sowie VfL-Neuzugang Anna Loerper (Tvis Holstebro) drei Oldenburgerinnen in den erweiterten Kader berufen hat. Angie Geschke, bis 2012 beim VfL unter Vertrag und in der neuen Saison bei Bayer Leverkusen, zählt derweil aktuell zum Stammpersonell der deutschen Mannschaft.
