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Handball-Em: Halbfinale rückt in weite Ferne

10.12.2018

Nancy Mit traurigen Gesichtern und hängenden Köpfen verließen die deutschen Handballerinnen nach dem schmerzlichen 25:26 (10:12) gegen Ungarn das Parkett. Durch die zweite Turnier-Niederlage ist der erste Halbfinaleinzug bei der Europameisterschaft seit zehn Jahren für die DHB-Auswahl in weite Ferne gerückt. Das Team von Bundestrainer Henk Groener verfügt vor dem letzten Spiel in der Hauptrundengruppe 2 am Mittwoch (21 Uhr) gegen den WM-Dritten Niederlande über 4:4 Punkte und hat das Weiterkommen nun nicht mehr in der eigenen Hand. „Das ist bitter“, sagte Groener. „Aber das Leben geht weiter. In unserem Spiel war von Beginn an der Wurm drin.“

Alicia Stolle mit neun Toren und Xenia Smits (6) waren am Sonntag in Nancy die besten Werferinnen für die DHB-Frauen, die nicht an den furiosen Auftritt beim 29:23 gegen Spanien zum Auftakt der Hauptrunde anknüpfen konnte. „Wir sind total enttäuscht“, sagte Kapitänin Julia Behnke: „Wir müssen jetzt in Ruhe analysieren, welche Lehren wir für das Holland-Spiel ziehen müssen.“

Angie Geschke vom VfL Oldenburg, die gegen Ungarn einen Siebenmeter verwandelte, hofft gegen die Niederlande auf einen erneuten „Mutausbruch“, wie sie unter anderem den Sieg gegen Spanien nannte.

Die deutsche Mannschaft wirkte am Sonntag gehemmt und legte einen Fehlstart hin. Vor allem in der Offensive lief wenig zusammen. Nach zwölf Minuten lag die DHB-Auswahl 1:5 hinten. „Wir haben zunächst die falschen Lösungen im Angriff gesucht“, sagte Groener. Weil sich die Abwehr steigerte, konnte das deutsche Team den Abwärtstrend stoppen. Dank vier Treffern in Folge gelang beim 8:7 (21. Minute) die erste Führung.

Doch statt den Vorsprung auszubauen, scheiterte Deutschland in der Folge häufig an der ungarischen Torfrau Blanka Biro, die vor der Pause sieben Würfe parierte. So drehte Ungarn die Partie bis zum Halbzeitpfiff wieder, während auf deutscher Seite zu diesem Zeitpunkt bereits drei Pfosten- oder Lattentreffer sowie neun Ballverluste in der Statistik standen.

Nach der Pause bot sich das gleiche Bild wie zu Beginn: Die deutsche Mannschaft leistete sich im Angriff viele Fehler. Doch dieses Mal konnte sich Ungarn nicht absetzen, denn nun steigerte sich Torfrau Dinah Eckerle. Vorne blieb Stolle unaufhaltsam, der Ausgleichstreffer zum 19:19 in der 47. Minute blieb aber der ansonsten blassen Emily Bölk vorbehalten. Als die nun bärenstarke Kreisläuferin Behnke (4 Tore) zum 21:20 traf, schien der Sieg möglich. Doch in der hektischen Schlussphase hatte Ungarn die besseren Nerven.

Damit hat die DHB-Auswahl nur noch geringe Aussichten auf eine Reise nach Paris, wo am Freitag die Halbfinals und das Spiel um Platz fünf steigen. Dazu muss auf jeden Fall ein Sieg gegen die Niederlande her.

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Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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