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NWZonline.de Sport Handball

Auf erneutes Debakel folgt klare Kritik

19.11.2018

Neckarsulm 35, 34, 43, 38: Nein, die Lottozahlen sind das nicht. Das sind die Gegentore, die der VfL Oldenburg in den vergangenen vier Auswärtspartien kassiert hat. Nach dem 19:35 bei Bayer Leverkusen sowie den herben Niederlagen gegen TuS Metzingen (21:34 im Pokal und 29:43 in der Liga) blamierte sich der Handball-Bundesligist nun beim vorherigen Tabellenvorletzten Neckarsulmer Sport-Union mit 27:38 (16:22) – ein Debakel, das vor der langen EM-Pause offenbar zum Nachdenken beim amtierenden Pokalsieger anregt.

„Sich beim Tabellenvorletzten mit elf Toren derart abledern zu lassen, ist eine Leistung, über die man sicher noch einmal in Ruhe sprechen wird“, machte VfL-Geschäftsführer Peter Görgen noch am Samstagabend deutlich, dass unruhige Tage auf die Handballerinnen zukommen dürften. Das Team habe es versäumt, sich mit einer guten Leistung in die fast sechswöchige Liga-Auszeit zu verabschieden – und muss mit den Konsequenzen leben. „Traditionell stehen in den nächsten zwei Monaten die Planung und die Gespräche für die Saison 2019/20 an. Da werden wir etliches auf den Prüfstand stellen müssen“, erhöhte Görgen den Druck.

Nur in den ersten Minuten konnten die VfL-Frauen die Begegnung im Süden der Republik ausgeglichen gestalten. 9:9 stand es nach 14 Minuten, dann fraßen die Gäste vier Gegentore in nur drei Minuten. „Wir haben von Anfang an viel zu viele Fehler gemacht, weil wir zu unkonzen-triert waren. Wir haben technische Fehler gemacht, die für drei Spiele reichen würden“, machte auch VfL-Trainer Niels Bötel seinem Ärger Luft.

Der Coach versuchte, auf den schwachen Auftritt seines Teams zu reagieren, wechselte die Systeme und stellte die Abwehr um. Nichts davon sollte an diesem Abend nutzen. Bereits zur Pause lag der VfL mit 16:22 hinten, nach 40 Minuten drohte beim Stand von 18:30 sogar eine noch höhere Blamage. Da durfte auch nicht als Ausrede gelten, dass in Angie Geschke (langwierige Erkältung) und Isabelle Jongenelen (Handverletzung) zwei wichtige Rückraumspielerinnen ausgefallen waren.

„Mit dem Kader, mit dem wir heute angetreten sind, müssten wir in der Lage sein, hier zu punkten“, sagte Bötel. Der Gegner habe auf alle Varianten eine Antwort parat gehabt, seine Spielerinnen hätten nie den Zugriff auf die Partie bekommen. „Wir haben den Kampf in der Abwehr einfach nicht angenommen. Wenn man dann vier von sieben Siebenmetern verwirft und die entscheidenden Eins-gegen-eins-Duelle verliert, kann man auch mit 27 Auswärtstoren wenig reißen“, resümierte der VfL-Trainer.

Diesen schweren Rucksack nehmen die VfL-Frauen mit in die lange Pause, die aufgrund der EM in Frankreich (30. November bis 16. Dezember) ansteht. Erst am 27. Dezember haben die Oldenburgerinnen im Heimspiel gegen die HSG Bad Wildungen die Chance auf Wiedergutmachung. „Das waren die ersten zwei Auswärtspunkte, die wir haben wollten und nicht bekommen haben“, sagte Bötel mit Blick auf die Bilanz von 6:10 Punkten. „Uns fehlt derzeit das Selbstvertrauen“, stellte der Trainer fest. Auf ihn wartet nun die schwierige Aufgabe, die Köpfe seiner Spielerinnen im Training frei zu bekommen. „Wir müssen wieder zurück zu den Tugenden finden, die uns stark gemacht haben“, forderte Bötel.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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