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NWZonline.de Sport Handball

Thüringen mit Ex-VfLerin auf Titeljagd

12.03.2019

Oldenburg /Bad Langensalza Was haben der Thüringer HC und VfL Oldenburg gemeinsam? Richtig: Beide Clubs sind die (noch) amtierenden nationalen Titelträger (Meister und Pokal). Und: Beide Vereine sind Anfang des Jahres im großen Stil noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv geworden. Der VfL eiste in Malene Staal (27) eine gestandene Handballerin vom Ligarivalen Buxtehuder SV los, der THC verhalf der früheren Weltklassespielerin Nina Müller zu einem überraschenden Comeback in der Bundesliga.

Die 38-jährige Müller, die unter ihrem Mädchennamen Nina Wörz ihre Anfangszeit in Deutschlands höchster Spielklasse beim VfL Oldenburg (1997 – 2000) erlebte, hatte zuvor ihren Vertrag beim Randers HK aufgelöst.

Dazu muss man die kuriose Vorgeschichte kennen: „Randers hat mir vor der Saison gesagt, dass man kein Budget hat, um mich zu verpflichten. Deshalb wurde ein Sponsor des Vereins ins Boot geholt, der mich bezahlen sollte. So habe ich dort doch noch einen Vertrag bekommen“, erläutert die gebürtige Bremerin, die in ihren langer Karriere 197 Länderspiele für Deutschland bestritt, die international nicht unüblichen Vertragsmodalitäten.

10 Titel und Pokale

Stationen und Erfolge: 1985-1997 HSG Schwanewede/Neuenkirchen 1997-2000 VfL Oldenburg 2000-2006 HC Leipzig – Deutsche Meisterschaft (2002, 2006), DHB-Pokal (2006). 2006-2012 Randers HK – Dänische Meisterschaft (2012), EHF Pokal (2010). 2012-2014 RK Krim Ljubljana – Slowenische Meisterschaft, slowenische Pokalsiegerin (jeweils 2013, 2014), EHF Champions League, Halbfinale (2013) 2014-2015 Siófok KC (Ungarn) 2015-2018 SG Bietigheim – Deutsche Meisterschaft (2017) 2018 Randers HK 2019 Thüringer HC

Kurz vor Weihnachten stand die Rückraumspielerin dann mit leeren Händen da. „Ja, der Sponsor hatte fünf Monate nicht gezahlt und schließlich auch den Vertrag mit dem Verein gekündigt. Damit war auch für mich dort Schluss“, so Nina Müller weiter. Herbert Müller, umtriebiger Trainer des Thüringer Starensembles, sah seine Chance gekommen – und schlug zu.

„So mitten in der Saison eine Top-Spielerin auf dem Markt zu finden, ist eigentlich nicht möglich. Wir haben eine Spielerin gesucht, die gut ins Team passt, die uns von der Art, der kämpferischen Einstellung und Motivation von der ersten Minute an hilft. Und dann findet sich genau der Deckel, der auf unseren Topf passt. Ich halte sehr viel von Nina, habe ihre Karriere über alle Jahre verfolgt. Sie ist eine perfekte Handballerin“, meinte der THC-Coach bei der Verpflichtung im Januar. Zu dem Zeitpunkt tanzte der THC noch auf drei Hochzeiten, hatte aber einige Ausfälle zu verkraften.

Aus der Champions League schieden die Thüringerinnen nun am Freitag aus. Die Partie bei CSM Bukarest (23:23, ein Tor Nina Müller)) war auch der Grund, warum die Bundesliga-Heimpartie des THC gegen den VfL Oldenburg auf diesen Mittwoch (19.30 Uhr, Salza-Halle) in Langensalza verlegt werden musste.

Mit dabei sein wird dann auch Nina Müller. „Ich freue mich riesig, noch einmal bei einem solchen Top-Team zu sein. Ich will meine ganze Erfahrung und mein ganzes Können in den Dienst der Mannschaft stellen und hoffe, dass wir gemeinsam noch viel Erfolg haben werden“, lautet das Credo der Spielerin vor dem Gastspiel der Oldenburgerinnen an diesem Mittwochabend beim THC.

Über Erfahrung verfügt Nina Müller reichlich. Die 1,80 m große Spielmacherin kann zu den 197 Länderspielen (411 Tore) für die deutsche Nationalmannschaft zudem einen 3. Platz bei der Weltmeisterschaft 2007, einen 4. Platz bei der Europameisterschaft 2008 sowie die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2008 in Peking vorweisen. Sie zählt zu den wenigen Spielerinnen in Europa, die in gleich drei Ländern (Deutschland, Dänemark, Slowenien) Meister werden konnte. Kurzum: Mit Müller als Backup für die THC-Jungstars wird die Oldenburger Aufgabe in Thüringen nicht gerade leichter.

Otto-Ulrich Bals Autor
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