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NWZonline.de Sport Handball

Bundesligist Verlängert Mit Trainer: Niels Bötel führt VfL Oldenburg in Zukunft

08.01.2020

Oldenburg Die Spekulationen um Trainer Niels Bötel flammten nur kurz auf, da war die Tinte unter dem neuen Zweijahresvertrag auch schon trocken. „Ja, wir waren uns relativ schnell einig“, bestätigte der Cheftrainer der Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg auf der eigens für ihn anberaumten Pressekonferenz die zügigen Verhandlungen mit dem VfL-Bundesliga-Geschäftsführer Peter Görgen.

Bötel (32) hatte zuvor schon betont, dass ihm die Arbeit mit „meinen Mädels“ großen Spaß bereite. „Ich weiß, was ich am VfL habe und ich glaube, der VfL weiß auch, was er an mir hat. Wir haben hier etwas angefangen und aufgebaut. Und so war es für mich eine logische Konsequenz, die Spielerinnen auf ihrem Weg weiterhin zu begleiten“, unterstrich der A-Lizenzinhaber nochmals seinen Willen, den vor drei Jahren eingeleiteten Umbau des Oldenburger Teams auch in der Zukunft aktiv zu begleiten.

Fokussierung auf eigene Jugend

Nach der erfolgreichen Ära von Trainer Leszek Krowicki (2005 bis 2017) hatte der junge Trainer mit gerade einmal 30 Jahren die schwere Aufgabe übernommen, in einem schwierigen finanziellen Umfeld in der Bundesliga in erster Linie mit jungen, unerfahrenen Spielerinnen agieren zu müssen. Mehr noch: Musste das Bundesliga-Urgestein doch Jahr für Jahr etliche Leistungsträgerinnen ziehen lassen beziehungsweise ersetzen. Seitdem fehlen die Namen so herausragender Spielerinnen wie Inger Smits, Kelly Dulfer, Madita Kohorst, Julia Wenzl und zuletzt auch Angie Geschke, Cara Hartstock und Kim Birke im Kader des viermaligen deutschen Pokalsiegers.

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Porträt Niels Bötel

Niels Bötel begann seine Handballer-Karriere in Schleswig-Holstein. Erst beim Büdelsdorfer TSV, dann bei der SG Flensburg-Handewitt, mit der er 2004 deutscher B-Jugendmeister wurde. Als Aktiver agierte er von 2007 bis 2014 auf der Rückraum-Mitte-Position bei der SG VTB/Altjührden (HSG Varel) in der 2. und 3. Liga.

Als Trainer engagierte sich der heute 32-Jährige seit 2010 zunächst im weiblichen Jugendbereich beim VfL Oldenburg, in den Jahren 2013-2015 erstmals auch zusammen mit Andreas Lampe. Höhepunkte waren unter anderem die Spiele um die deutsche B-Jugendmeisterschaft und die A-Jugend-Bundesliga. Seit 2017 ist der außerdem als Ingenieur tätige Bötel gemeinsam mit Lampe Cheftrainer beim Bundesliga-Team des VfL Oldenburg.

„Wir haben 2017 einen Wandel in der strategischen Ausrichtung des Clubs vollzogen, eine stärkere Fokussierung auf die erneut ausgezeichnete Jugendarbeit im VfL. Und dies gelang. Dabei versteht es Niels Bötel, das Potenzial der Spielerinnen des jüngsten Handballbundesligateams in der HBF zu aktivieren und ihnen Selbstbewusstsein zu geben“, bezeichnete auch Görgen die Vertragsverlängerung hinaus „als einen logischen Schritt“.

Auch die in der WM-Pause obligatorischen Gespräche mit allen Spielerinnen hätten ein eindeutiges, sehr positives Bild ergeben: „Alle sagen, dass es unglaublich viel Spaß macht, zusammenzuarbeiten. Das sagt uns: Der Weg ist richtig.“

„Beste Freunde an der Linie“

Immer an der Seite von Bötel stand seit dessen Amtsantritt sein Freund und Co-Trainer Andreas Lampe. Das Duo Bötel/Lampe hatte die Mannschaft im Sommer 2017 übernommen und gleich im ersten Jahr seiner Tätigkeit zum deutschen Pokalsieg in Stuttgart geführt – damals noch mit Geschke, Birke und Hartstock.

Ob das Duo auch in den kommenden zwei Jahren gemeinsam die Geschicke der VfL-Frauen lenkt, müssen laut Görgen nun weitere Gespräche klären. Bötel („Die zwei besten Freunde an der Linie – das war super“) würde eine weitere Zusammenarbeit begrüßen, sagt aber auch vielsagend: „Man muss sehen, in welche Rolle Andy zukünftig schlüpft.“

Die Vertragsgespräche mit Lampe sind allerdings nur eine Baustelle von Görgen. Bis auf die Verträge von Torfrau-Talent Nele Reese, der derzeit verletzten Kreisläuferin Carina Aselmeyer sowie Rückraumspielerin Kathrin Pichlmeier laufen sämtliche Kontrakte im Bundesligateam am Saisonende aus.

Europa weiter ein kleiner, ferner Traum

Viele Spielerinnen haben eine sehr gute Entwicklung genommen. Stammkräfte wie Myrthe Schoenaker, Nationalspielerin Jenny Behrend oder die Rückraum-Stützen Helena Mikkelsen und Kristina Logvin dürften längst Begehrlichkeiten anderer Clubs geweckt haben. „Ob wir alle Spielerinnen halten können, kann ich heute noch nicht sagen“, betonte Görgen noch einmal.

Bötel, der für seine Klarheit, Ruhe und Unaufgeregtheit in schwierigen Lagen bekannt ist, bleibt Realist. „Wir sind in Oldenburg eine Ausbildungsmannschaft. So müssen wir damit leben, dass wir Jahr für Jahr die eine oder andere Spielerin abgegeben müssen. Auf der anderen Seite ist dies auch ein Kompliment für unsere Arbeit“, sagt der Mann, den gleichwohl auch eine Vision antreibt. „Klar, es muss auch unser Anreiz sein, irgendwann mal wieder europäisch zu spielen. Ich weiß, dass das aktuell nicht machbar ist, aber diesen kleinen Traum sollten wir alle leben.“

Anders als die schnelle Vertragsverlängerung dürfte der Verwirklichung dieses Traumes ein zäher, langfristiger Prozess vorausgehen.

Otto-Ulrich Bals Autor
Mathias Freese Redakteur / Sportredaktion
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