OLDENBURG - Zur Pause lagen die Oldenburger Bundesligafrauen sogar hinten. Cloppenburg stolperte über Rosengarten.

von Jan-Peter Plate

und Oliver Galeotti

OLDENBURG - Mehr Mühe als erwartet hatten die Bundesliga-Handballerinnen des VfL Oldenburg gestern im Drittrundenspiel um den Pokal des Deutschen Handball Bundes (DHB). Bevor das Erreichen des Achtelfinales mit einem 33:27-Sieg perfekt war, musste das Team von Trainer Leszek Krowicki beim Regionalligisten TSV Nord Harrislee sogar einem Pausenrückstand (15:16) hinterherlaufen.

„Mit der ersten Hälfte war ich überhaupt nicht einverstanden – wir waren viel zu locker. Aber es ist positiv, dass wir uns nach dem Wechsel noch zusammenreißen konnten“, sagte Krowicki, der auf laute Töne in der Kabine verzichtete. „Das war nicht nötig. Ich war zu jedem Zeitpunkt absolut von unserem Sieg überzeugt.“ So wechselte Krowicki in der Pause ausgerechnet zwei der besseren Oldenburgerinnen, Diane Lamein und Jana Oborilova, aus. Sie machten Platz für die jungen Alena Vojtiskova und Alexandra Hansel, die sich mit einem engagiertem Spiel bedankten.

Krowicki veränderte mehrfach die taktische Ausrichtung. So brachte der VfL-Trainer jeweils zum Ende der Halbzeiten eine siebte Feldspielerin ins Spiel, er wechselte vorwiegend im Block und munter zwischen offensiver sowie defensiver Deckung hin und her. „Insgesamt bin ich wieder etwas klüger geworden“, deutete Krowicki taktische Erkenntnisse an.

Über 5:5, 7:7 und 12:13 aus VfL-Sicht hielt der TSV das Ergebnis zunächst ausgeglichen. Doch nach dem Wechsel dominierte Oldenburg deutlich. Über 20:19 und 30:25 wurde die vierte Runde letztlich überlegen erreicht.

VfL: Renner, Fleischer – Everding (5), Vojtiskova (3), Heinowski, Tobiasova, Hess, Oborilova (3), Lamein (6), Urdea (8/2), Scholl (1), Hansel (7), Kethorn.

Nicht aus der Krise kommt dagegen Zweitligist TV Cloppenburg. Gegen den Regionalliga-Vertreter SG Rosengarten gab es für die kriselnden TVC-Frauen eine völlig fahrlässig herbeigeführte und überflüssige 22:23 (11:11)-Niederlage. Die Cloppenburgerinnen produzierten 28 Fehlwürfe gegen ein keineswegs überragendes Drittligateam. Auch nach guten Phasen (3:0, 15:13) konnte Cloppenburg nie die Unsicherheit ablegen. Beste beim TVC war Torfrau Inken Sommer.

TVC: Sommer, Büsing – Batke (1), Göttke (1), Wojciechowska (1), Badenhop (4/1), Behrens (3), Sieling (1), Puczek-Iwanicka (5/2), Bredehorst (2), Anuszewska (1), Viering (3).