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NWZonline.de Sport Handball

Torhüterin kehrt mit TuS Metzingen nach Oldenburg zurück

04.04.2019

Oldenburg /Dinklage Madita Kohorst ist auf die Minute pünktlich. Nach nur zwei Klingeltönen ist sie am Handy – hörbar entspannt. Die jüngste Länderspielpause der Handball-Bundesliga bescherte der 22-jährigen Torfrau zwei freie Tage, und die verbrachte sie liebend gern in ihrer alten Heimat in Dinklage. „Ja, es ist immer wieder schön zu Hause“, sagt sie.

Vom TV Dinklage war sie 2013 zum VfL Oldenburg gewechselt und zu Deutschlands großer Torfrauen-Hoffnung gereift. Im Vorjahr erfolgte schließlich der Wechsel ins mehr als 600 Kilometer entfernte Metzingen. Und an diesem Sonntag darf Madita Kohorst erneut ein Wiedersehen feiern, wenn sie mit dem TuS Metzingen bei ihrem Ex-Club (16.30 Uhr, kleine EWE-Arena) gastiert.

„Darauf freue ich mich riesig. Viele Freunde aus meinem Heimatverein, meine Familie, meine Tante und mein Onkel – sie alle kommen zum Spiel“, erzählt sie. Außerdem sei da auch noch etwas offen. „Aufgrund meiner Verletzung habe ich beim VfL gar nicht mehr spielen können, mich richtig verabschieden können. Jetzt kann ich auf dem Spielfeld noch einmal guten Tag sagen“, überlegt die 30-malige Junioren-Nationalspielerin.

Kohorst hatte am 14. April 2018 beim Auswärtsspiel der Oldenburgerinnen in Bad Wildungen (21:21) einen Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie erlitten. Ihr Wechsel zum TuS Metzingen stand zu diesem Zeitpunkt bereits fest. Den Pokaltriumph „ihres“ VfL erlebte sie im Mai 2018 nur in der Zuschauerrolle. Der Heilungsprozess dauerte, wie stets bei dieser Art der Verletzung, viele Monate, ehe Oldenburgs Sportlerin des Jahres 2016 im September vergangenen Jahres wieder ins Torwarttraining einsteigen konnte. An ihrer Seite: Sascha Vorontsov. Der langjährige Torwarttrainer des VfL war im Sommer 2018 ebenfalls von der Hunte ins Schwäbische gewechselt.

Lesen Sie auch:Kohorsts Knieverletzung trübt Freude über Punkt (April 2018)

„Die Verletzung hat mich natürlich zurückgeworfen. Nun geht es wieder voran“, sagt die junge Frau, die ihr großes Ziel, die A-Nationalmannschaft, nie aus den Augen verloren hat. Dazu trainiert sie zweimal täglich, und dafür hat sie auch ihr Lehramtsstudium (Deutsch und Biologie) etwas hinten angestellt. Das ist auch der Grund, warum sie für die „Tussies“ aus Metzingen spielt (Vertrag bis 2020) – und vorerst auch nicht zum VfL zurückkehrt. „Wir wollen jedes Jahr auch international spielen. Das ist das erklärte Ziel in Metzingen. Und Einsätze im Europapokal erhöhen zweifelsohne meine Chancen auf die Nationalmannschaft“, berichtet Kohorst gleichwohl auch von immer noch besten Kontakten zum VfL. Mit Kim Birke, Jenny Behrend und ihrer früheren Torfrauen-Kollegin Julia Renner tauscht sie sich regelmäßig aus. „Julia und ich sehen uns auch immer wieder mal Spiele der anderen an und beraten dann gemeinsam, was zu verbessern wäre“, verrät sie.

Mit der Saison 2019/20 stellt sich die Situation der Ex-Oldenburgerin im Süden Deutschlands noch einmal freundlicher dar, wechselt doch in Cara Hartstock eine langjährige Weggefährtin von Oldenburg nach Metzingen. „Haha, dann bin ich nicht mehr die einzige, die die Sprache manchmal nicht versteht“, stichelt sie ein wenig. Denn noch sind sie Konkurrenten an diesem Sonntag, wenn Metzingen Platz drei sichern will, und der Neunte VfL in der Tabelle weiter nach vorn kommen will.

Maditas sportliche Perspektive verbessert sich auch insofern, weil die aktuelle Nummer 1 der „Tussies“, Isabell Roch (28/15 Länderspiele), im Sommer zum Ligarivalen Borussia Dortmund wechselt. „Isabell hat bislang eine überragende Saison gespielt. Ich will mich jetzt hocharbeiten und für die Nationalmannschaft empfehlen“, unterstreicht Kohorst ihre Ambitionen. Vor ihrer Knieverletzung war sie schon zweimal – vor der EM 2016 sowie vor der WM 2017 – ganz dicht dran, doch noch fehlt ein A-Länderspiel in ihrer Vita. Und bei aller Liebe zur Familie: Auf eine Länderspielpause würde sie in Zukunft gern mal verzichten.

Otto-Ulrich Bals Autor
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