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NWZonline.de Sport Handball

Mutige VfL-Frauen wollen BVB ärgern

22.01.2019

Oldenburg /Dortmund Fragt man eine Handballerin des VfL Oldenburg nach einem Spielergebnis aus der jüngsten Vergangenheit, dann fällt schnell einmal die Antwort: „Am besten Kim fragen.“ Kim ist Kim Birke. Und die Spielführerin des Bundesliga-Neunten ist in puncto alte Resultate richtig fit. Meistens. Denn auf die Frage, wann der VfL wohl das letzte Mal in Dortmund gewonnen haben könnte, muss die Ex-Nationalspielerin dann doch das Handy bemühen und im Internet nachschauen.

Keine Minute später erhellt sich ihr Gesicht sichtlich. „Oh, das ist gar nicht so lange her“, strahlt die 31-Jährige. „Am 11. November 2015 haben wir 28:24 gewonnen – ja in Dortmund“, gibt sich Birke mit Blick auf das Gastspiel an diesem Mittwochabend (19.30 Uhr) beim Europapokal-Teilnehmer selbst ein wenig überrascht. Und gleich wieder optimistisch: „Na ja, da zu gewinnen ist nicht unmöglich.“

Da ist in diesem Fall die Halle Bleichstein in Herdecke. Weil die Heimstätte in Dortmund-Wellinghofen seit Wochen aufwendig renoviert wird, müssen die BVB-Frauen ihre Heimspiele aktuell circa 15 Kilometer weiter südlich im benachbarten Herdecke austragen. „Für mich ändert das nichts an der Tatsache, dass die Dortmunderinnen einen Heimvorteil genießen. Schließlich hat der BVB in Herdecke schon einige Partien gespielt. Die kennen ihre Halle“, sagt Birke.

In jedem Fall müssen sich Birke, Angie Geschke und Co. auf einen anderen Gegner einstellen als noch im August 2018, als Oldenburg und Dortmund beim traditionellen Robert-Schumann-Turnier aufeinandertrafen. Die VfL-Frauen unterlagen der Borussia zum Auftakt der Platzierungsrunde mit 17:20.

Keine vier Wochen später platzte dann die schwarz-gelbe Bombe. Der neuverpflichtete Cheftrainer Norman Rentsch warf nach nur zwei Pflichtspielen das Handtuch und wurde durch den Niederländer Gino Smits, zuvor Leiter des BVB-Nachwuchszentrums, ersetzt.

„Der Trainerwechsel hat Dortmund offenbar gutgetan. Die Mannschaft jedenfalls hat sich mit dem neuen Coach gefangen“, schätzt Birke den BVB im Januar 2019 stabiler und stärker ein als noch zu Saisonbeginn. Ihr Trainer Niels Bötel kann diese Einschätzung nur teilen. „Für mich zählt der BVB zu den vier Teams an der Spitze der Bundesliga, die mit ganz anderen Möglichkeiten als wir arbeiten können“, sagt Bötel, der ein sehr schweres Auswärtsspiel erwartet gegen einen Gegner, „der große Ambitionen Richtung Europapokal-Startplatz hegt“.

Im Kader der Dortmunderinnen, zu der auch die Ex-Oldenburgerin und Nationalspielerin Caroline Müller seit 2017 zählt, stehen gleich eine ganze Reihe international erfahrener Spielerinnen. Namen wie die von Torfrau Clara Woltering, Alina Grijseels, Svenja Huber, Anne Müller oder Nadja Mansson sind im Frauenhandball ein Begriff.

„Natürlich haben die einen international erprobten Kader, aber wir haben mit dem Sieg gegen den TV Nellingen auch viel Selbstvertrauen getankt und wollen beim BVB da weitermachen, wo wir im Heimspiel zuletzt aufgehört haben“, hält Oldenburgs Torfrau Julia Renner dagegen. Wichtig sei erneut, wie schon in Bietigheim und zuletzt gegen Nellingen, das eigene System „konsequent herunterzuspielen“.

Und an dieser Stelle der Unterhaltung muss auch Kim Birke nicht aufs Handy schauen. „Das heißt: Aggressiv in der Abwehr agieren und im Angriff geduldig auf unsere Chance hinarbeiten. Genauso wollen und müssen wir gegen Dortmund auftreten“, betont die Oldenburger Kapitänin.

Otto-Ulrich Bals Autor
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