OLDENBURG - Die Reise der Handballerinnen des VfL Oldenburg führt im Halbfinale des europäischen Challenge-Cups in die Walachei. Am Sonnabend, 19. oder Sonntag, 20. April (Oldenburger EWE-Arena), und eine Woche später (26./27. April) auswärts trifft der derzeitige Bundesliga-Achte auf den rumänischen Vertreter HC Dunarea Braila. Der Sieger aus beiden Begegnungen spielt im Finale gegen SKP Bratislava oder Merignac Handball (Frankreich).
„Man kann nicht immer Glück haben“, sagte VfL-Trainer Leszek Krowicki nach der Auslosung, die am Dienstag in Wien stattgefunden hatte: „Ich hätte lieber gegen eines der anderen Teams gespielt. Braila könnte die stärkste der drei Mannschaften sein.“
Noch sammelt Krowicki Informationen, lässt seine Kontakte spielen und hofft, bald die ersten Videos mit Braila-Spielen in den Händen zu halten. Doch eines steht für ihn jetzt schon fest: „Nur wenn wir die Leistung aus dem Viertelfinal-Rückspiel wiederholen, können wir ein gutes Ergebnis erreichen.“ In Wiener Neustadt hatte der VfL am vergangenen Freitag mit 33:26 gewonnen und so das Hinspielresultat bestätigt.
Fest steht auch: Die rumänische Liga, in der Braila vorige Saison Vierter wurde, ist mindestens eine Klasse stärker als die des Viertelfinal-Gegners – und wahrscheinlich zwei Klassen besser als die schweizerische des Achtelfinal-Gegners LK Zug.
2003 erlebte Krowicki selber die Klasse des rumänischen Vereins-Handballs: Mit dem Buxtehuder SV unterlag er im Finale des gleichen Wettbewerbs dem rumänischen Club Universitatea Remin Deva zweimal deutlich.
In der von Oldenburg etwa 2070 Kilometer entfernten Stadt mit 220 000 Einwohnern am nördlichen Rand des ehemaligen Fürstentums Walachei arbeitet ein guter Bekannter. Trainer Liviu Paraschiv nahm mit HCM Roman im August 2006 am Robert-Schumann-Turnier teil. Er verpasste damals knapp das Halbfinale und wurde Fünfter.
Aktuell rangiert Paraschivs HC Braila auf Platz sieben etwas unter seinen Möglichkeiten. Was das Team zu leisten imstande ist, zeigte es aber im Viertelfinale gegen den Ligakonkurrenten Tomis Constanta, derzeit Fünfter in Rumänien. Vor 2000 Zuschauern drehte Braila das 23:25 aus dem Hinspiel und zog nach einem 27:21-Erfolg in die Runde der letzten Vier ein.
