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Handball Auf WM-Pause folgt Doppelpack


Nach der WM ist  für sie vor der Bundesliga: Oldenburgs Nationalspielerin Jenny Behrend  will die Enttäuschung aus Japan schnell aus dem Kopf bekommen und mit dem VfL Punkte sammeln.  
Meyer

Nach der WM ist für sie vor der Bundesliga: Oldenburgs Nationalspielerin Jenny Behrend will die Enttäuschung aus Japan schnell aus dem Kopf bekommen und mit dem VfL Punkte sammeln.

Meyer

Oldenburg - Weltmeisterschaft war vorgestern, Bundesliga ist heute. 19 Tage nach der deutschen WM-Enttäuschung und fünfeinhalb Wochen nach dem letzten Punktspiel gegen die Kurpfalz Bären aus Ketsch (28:23) melden sich die Handballerinnen des VfL Oldenburg auf dem Spielfeld zurück – mit einem Doppelschlag innerhalb von nicht einmal 48 Stunden. „Die personelle Situation hat sich ein bisschen entspannt, und wir konnten die spielfreie WM-Zeit nutzen, mit den Rückkehrerinnen unsere Deckung einzuspielen“, sagt Trainer Niels Bötel vor dem Gastspiel an diesem Freitag (19.30 Uhr) bei der HSG Bensheim/Auerbach und dem Heimauftritt am Sonntag (16.30 Uhr, kleine EWE-Arena) gegen die TuS Metzingen.

Zwei Langzeitausfälle

Gänzlich verzichten muss Bötel dabei auf die Langzeitverletzten Lina Genz (Kreuzbandriss) und Carina Aselmeyer (Operation nach Syndesmoseriss im Fuß). Alle anderen werden voll gefordert sein. Das sieht auch Oldenburgs einzige WM-Teilnehmerin Jenny Behrend so, die unmittelbar nach der WM wieder ins VfL-Training eingestiegen war und nun versucht, nach dem „für uns bitteren WM-Ausgang mit dem Olympia-Aus“ mit Oldenburger Erfolgserlebnissen peu à peu den Kopf wieder frei zu bekommen. „Bis diese tief sitzende Enttäuschung verarbeitet ist, wird es sicher eine Weile dauern, umso mehr freue ich mich, mit dem VfL wieder neue Ziele ins Auge fassen zu können“, sagt die 23-jährige Rechtsaußenspielerin.

Das Bötel-Team hat dazu bis zum 22. Dezember stramm trainiert und bereits am Abend des zweiten Weihnachtstages den Übungsbetrieb wieder aufgenommen. „Auf uns warten zwei harte Aufgaben gegen zwei Gegner, die jeder für sich genommen über viel Qualität verfügen. Aber wir wollen unbedingt den einen oder anderen Punkt holen“, schwört Bötel seine Mannschaft ein. Vor allem vor heimischer Kulisse – die Partien des VfL zwischen den Jahren sind in Oldenburg traditionell immer gut besucht – wollen die VfL-Frauen für einen versöhnlichen Jahresabschluss sorgen.

„Metzingen ist eine Mannschaft, die einen sehr, sehr schnellen Handball spielt. Das heißt: Wir müssen vorn im Angriff geduldig spielen, uns konsequent an die Konzeption halten und so versuchen, das Tempospiel von Metzingen zu unterbinden“, erwartet Behrend einen ambitionierten Gegner, der anders als der VfL vehement in den Europapokal drängt. In Torfrau Madita Kohorst und Kreisläuferin Cara Hartstock verfügen die „Tussies“ zudem über zwei Ex-VfLerinnen, denen die Atmosphäre in Oldenburg bestens bekannt ist.

Schlechte Erinnerungen

An den letzten Auftritt von Metzingen beim VfL möchten Behrend und Co. am liebsten nicht erinnert werden. Die „Tussies“ hatten den VfL-Frauen beim 38:19-Auswärtserfolg Anfang April eine bittere Lehrstunde erteilt. Allerdings: Die aktuelle Metzinger Mannschaft ist lang nicht mehr so stark besetzt wie in der Vorsaison. Der Club musste finanziell abspecken. So wechselte Deutschlands beste Kreisläuferin Julia Behnke zum russischen Champions-League-Teilnehmer GK Rostow am Don.

Während Metzingen den Etat zurückschrauben musste, konnte sich die HSG Bensheim/Auerbach vor der Saison verstärken. „Das Team hatte schon im Vorjahr eine starke Serie gespielt, heute ist Bensheim noch etwas besser besetzt beziehungsweise breiter aufgestellt“, lenkt Bötel die Konzentration zunächst voll auf das Gastspiel an diesem Freitag an der südhessischen Bergstraße. „Das ist in jedem Fall ein wichtiges Spiel für uns. Da geht es um Punkte, die wir gebrauchen können. Um da aber bestehen zu können, müssen wir um jeden Ball ackern“, hofft Behrend nach der langen Bundesliga-Spielpause schnell wieder in den Rhythmus zu kommen.

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