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NWZonline.de Sport Handball

Titelfavorit überrollt VfL-Frauen

29.04.2019

Oldenburg Die gute Nachricht zuerst: Die Handballerinnen des VfL Oldenburg spielen auch in der kommenden Saison in der Bundesliga. Durch die gleichzeitige Heimniederlage von Halle-Neustadt gegen Blomberg (19:27) kann der viermalige deutsche Pokalsieger bei drei noch ausstehenden Spielen nicht mehr auf einen Abstiegsrang rutschen. Die schlechte Nachricht: Auch im achten Spiel in Folge gab es für die VfL-Frauen nichts zu holen. Spitzenreiter SG Bietigheim gab sich am späten Sonntagnachmittag keine Blöße und entführte beim 43:22 (23:10) souverän beide Zähler aus der kleinen EWE-Arena.

„Uns allen war klar, dass Bietigheim hier 60 Minuten lang Vollgas geben wird und mit Blick auf den Titelkampf etwas fürs Torverhältnis machen wird. Wir wollten das so gut es ging verhindern. Das ist uns leider nicht gelungen“, befand Oldenburgs Spielführerin Kim Birke, die noch zu den Besten im grün-weißen Trikot zählte. Auch ihr Trainer musste nach demoralisierenden 60 Minuten eingestehen: „Wir waren nicht in der Lage, unsere Zielsetzung umzusetzen. Bietigheim hat sehr, sehr wenige Fehler gemacht und uns mit der 1. und 2. Welle vor große Probleme gestellt.“

Neue Torhüterin

Annamaria Ferenczi wird den VfL Oldenburg am Saisonende nach nur einer Spielzeit wieder verlassen und zurück in ihre ungarische Heimat gehen. Die 24-Jährige kam in Oldenburg nicht über den Status als Nummer zwei hinter der immer wieder überragenden Julia Renner hinaus. Als Nachfolgerin präsentierte der VfL eine Junioren-Nationaltorhüterin: Die 18-jährige Nele „Nelly“ Reese kommt vom Drittligisten SV Henstedt-Ulzburg.

Die taktische Ausrichtung beim Außenseiter aus Oldenburg war naheliegend. Das Bötel-Team wollte unbedingt das Tempospiel des Gegners unterbinden und dazu so wenig Fehler wie möglich machen. Aggressiv in der Deckung und hochkonzentriert im Angriff sollte dem Starensemble aus Bietigheim das Torewerfen so schwer wie möglich gemacht werden.

Bei dem Vorhaben musste Bötel allerdings auf seine Stammkräfte Lisa-Marie Fragge und Jane Martens sowie zeitweise auf die angeschlagenen Helena Mikkelsen, Kristina Logvin und Isabelle Jongenelen verzichten. Auch Bietigheim trat gehandicapt an. Ein Magen-Darm-Virus hatte etliche Spielerinnen geschwächt. Die verletzte polnische Ausnahmespielerin Karolina Kudlacz-Gloc fehlte ohnehin.

Doch auch eine eindrucksvolle Kulisse sollten den VfL-Frauen wenig nützen. Die 1834 Zuschauer mussten schnell erkennen, dass die Gastgeberinnen auch gegen diesen nicht in Bestbesetzung agierenden Gegner chancenlos waren. Bietigheim nahm den VfL-Angriffen mit einer offensiven Deckung gleich in der Anfangsphase jegliche Power – und ab ging die Post. Jeder Abspielfehler oder Fehlwurf der Oldenburgerinnen wurde postwendend bestraft.

10:4 führten die SG-Frauen um die ehemaligen VfLerinnen Anna Loerper und Laura van der Heijden nach zehn Minuten. Trainer Bötel nahm etliche Umstellungen vor und hatte nach 22 Minuten (7:18) bereits seine zweite Auszeit genommen. Viel änderte sich nicht, und so ging es für die VfL-Frauen schon zur Halbzeit (10:23) nur darum, die hohe Fehlerquote und damit die drohende Heimpleite in Grenzen zu halten.

Auch das gelang nur in Ansätzen. So verkürzte der VfL zunächst auf 13:24 (36. Minute), doch schon im nächsten Moment (14:31/40.) rauschte der Bietigheimer Express über die sichtlich überforderten VfL-Frauen hinweg. Die zusehends desillusionierten Oldenburgerinnen kamen überhaupt nicht mehr in die Rückwärtsbewegung, was die Gäste nahezu im Sekundentakt zu Gegenstoßtoren nutzen. Schon nach 52 Minuten wurde die 40-Tore-Marke (40:17) durchbrochen.

Bitter für Annamaria Ferenczi: Die Torhüterin, die den VfL nach nur einer Spielzeit wieder verlässt, erhielt nach acht Minuten die gewünschte Einsatzzeit und bestach mit zahlreichen Glanzparaden. Die 24-jährige Ungarin stemmte sich mit Macht gegen die Bietigheimer Torflut und verhinderte so eine noch höhere Oldenburger Niederlage. So hatte an diesem Tag zumindest eine Spielerin im grün-weißen Dress ihre Zielsetzung erreicht.

Otto-Ulrich Bals Autor
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