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NWZonline.de Sport Handball

VfL-Frauen basteln am Kader der Zukunft

27.03.2019

Oldenburg Die neue Spielzeit in der Handball-Bundesliga der Frauen könnte aus Sicht des VfL Oldenburg heute anfangen. Immerhin: Mehr als fünf Monate vor Beginn der Saison 2019/2020 stehen beim viermaligen deutschen Pokalsieger bereits zwölf Spielerinnen unter Vertrag – und die Plätze 13, 14 und 15 im Kader des aktuellen Tabellenneunten sind schon so gut wie vergeben. „Wir sind in Sachen Kaderplanung sehr gut unterwegs. Die Feinjustierung können wir jetzt in Ruhe angehen“, sagt Peter Görgen, Geschäftsführer der VfL-Bundesliga GmbH.

Sein Trainerteam mit Chefcoach Niels Bötel und Assistent Andreas Lampe muss derweil im dritten Jahr seiner Tätigkeit den eingeleiteten Verjüngungsprozess vollenden. In Angie Geschke (33), Kim Birke (31), Isabelle Jongenelen (27) und Cara Hartstock (25) müssen gleich vier gestandene Spielerinnen ersetzt werden. „Das hört sich auf den ersten Blick dramatisch an, aber uns war dies bewusst. Wir kennen unsere Aufgabenstellung und stellen uns dieser auch“, sagt Bötel. Der grün-weiße Finanzrahmen ist natürlich auch ein Aspekt: „Als Trainer wünscht man sich immer noch mehr – am liebsten 16, 17 Spielerinnen“, so Bötel: „Aber wir müssen uns auch in Oldenburg daran orientieren, was wirtschaftlich machbar ist.“

Vor diesem Hintergrund passt der jüngste Vertragsabschluss exakt zur VfL-Philosophie. Denn auf der Suche nach einer zweiten Spielerin für Linksaußen sind die Verantwortlichen erneut beim eigenen Nachwuchs fündig geworden. Laura Kannegießer heißt die junge Frau, stammt aus einer Familie mit großer Oldenburger Sportvergangenheit und ist selbst mit erst 20 Jahren schon keine Unbekannte mehr in der Handballszene. Mit gerade mal 17 Jahren Nachwuchssportlerin des Jahres in Oldenburg wurde sie in ihrer jungen Karriere bereits zweimal durch einen Kreuzbandriss zurückgeworfen. So zuletzt Mitte März im Spiel der VfL-Zweiten gegen Garrel. Ausgestattet mit einem Einjahresvertrag unternimmt sie ab Juni nun einen neuen Anlauf im Bundesligateam „ihres“ Clubs.

Zusammen mit Jane Martens wird Kannegießer das Duo auf Linksaußen bilden. Überhaupt sind damit nahezu alle Positionen im Bötel-Team doppelt vergeben. Einzig im Tor und im rechten Rückraum gibt es noch Handlungsbedarf. Während Julia Renner weiter als Nummer eins gesetzt ist, steht hinter der Weiterverpflichtung von Annamaria Ferenczi noch ein dickes Fragezeichen. Die 24-jährige Ungarin wünscht sich mehr Spielanteile. „Wir sind vorbereitet. Bleibt Annamaria nicht, werden wir in jeden Fall zwei erstligataugliche Torfrauen haben“, sagt Bötel.

Etwas klarer sieht der VfL-Coach schon in Sachen Rückraum. Hier bietet sich die Weiterverpflichtung von Malene Staal an. „Malene hat seit ihrer Rückkehr von Buxtehude zu uns eine gute Entwicklung genommen. Sie benötigt jetzt Spielzeit, um wieder in Bestform zu kommen“, überlegt Bötel, der die Norwegerin gleich auf mehreren Positionen aufstellen kann.

In Kristina Logvin und Myrthe Schoenaker verfügt Bötel zudem über zwei variabel einsetzbare Spielertypen. Und Staal (28) bringt Erfahrung mit, die sonst nur noch die älteren Spielerinnen Renner (31), Schoenaker (26) und Neuverpflichtung Carina Aselmeyer (26) vorweisen.

Den 15. Platz im Kader wird der Club für ein hoffnungsvolles Talent frei halten. Eine Kandidatin: Rückraumspielerin Marie Steffen (18). Bötel ist von dieser Kaderplanung überzeugt. Mehr noch: Denn auch wenn sein Vertrag 2020 ausläuft, hat der 32-jährige A-Lizenzinhaber die Vision von einer Europapokal-Teilnahme längst nicht aufgegeben. „Wir wollen eine neue Mannschaft aufbauen – eine junge, die zusammenwächst und vielleicht in ein paar Jahren international spielen kann. Das ist ein langer Weg, aber wir wollen ihn gehen“, setzt Bötel ein Ausrufezeichen.

Otto-Ulrich Bals Autor
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