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NWZonline.de Sport Handball

VfL Oldenburg ohne Chance gegen Bietigheim

29.04.2019

Oldenburg Es kam, wie es kommen musste. Auch im achten Spiel in Folge gab es für die Handballerinnen des VfL Oldenburg nichts zu holen. Der Spitzenreiter und Titelaspirant SG Bietigheim gab sich am späten Sonntagnachmittag keine Blöße und entführte beim 43:22 (23:10) souverän beide Zähler aus der kleinen EWE-Arena. Beste Werferinnen beim Verlierer waren Angie Geschke und Kristina Logvin (jeweils 5 Tore).

Die taktische Ausrichtung beim Außenseiter aus Oldenburg war naheliegend. Das Team von Trainer Niels Bötel wollte unbedingt das Tempospiel des Gegners unterbinden und dazu so wenig Fehler wie möglich machen. Aggressiv in der Deckung und hochkonzentriert im Angriff sollte das Starensemble aus Bietigheim das Torewerfen so schwer wie möglich gemacht werden.

Bei dem Vorhaben musste Bötel allerdings auf seine Stammkräfte Lisa-Marie Fragge und Jane Martens sowie die angeschlagenen Helena Mikkelsen, Kristina Logvin und Isabelle Jongenelen zeitweise verzichten. Auch Bietigheim trat gehandicapt an. Ein Magen-Darm-Virus hatte etliche Spielerinnen geschwächt. Die verletzte polnische Ausnahmespielerin Karolina Kudlacz-Gloc fehlte ohnehin.

Doch auch eine eindrucksvolle Kulisse sollten den VfL-Frauen wenig nützen. Die 1834 Zuschauer mussten schnell erkennen, dass die Gastgeberinnen auch gegen diesen nicht in Bestbesetzung agierenden Gegner chancenlos waren. Bietigheim nahm den VfL-Angriffen mit einer offensiven Deckung gleich in der Anfangsphase jegliche Power – und ab ging die Post. Jeder Abspielfehler oder Fehlwurf der Oldenburgerinnen wurde postwendend bestraft.

10:4 führten die SG-Frauen um die ehemaligen VfLerinnen Anna Loerper und Laura van der Heijden nach zehn Minuten. Trainer Bötel nahm etliche Umstellungen vor und hatte nach 22 Minuten (7:18) bereits seine zweite Auszeit genommen. Viel änderte sich nicht, und so ging es für die VfL-Frauen schon zur Halbzeit (10:23) nur darum, die hohe Fehlerquote und damit die drohende Heimpleite in Grenzen zu halten.

Auch das gelang nur in Ansätzen. So verkürzte der VfL zunächst auf 13:24 (36. Minute), doch schon im nächsten Moment (14:31/40.) rauschte der Bietigheimer Titelexpress über die sichtlich überforderten VfL-Frauen hinweg. Die zusehends desillusionierten Oldenburgerinnen kamen überhaupt nicht mehr in die Rückwärtsbewegung, was die Gäste - nahezu im Sekundentakt - zu Gegenstoßtoren nutzen. Schon nach 52 Minuten wurde die 40-Tore-Marke von Bietigheim (40:17) durchbrochen.

Außerhalb des Spielfeldes war beim viermaligen deutschen Pokalsieger zuvor eine weitere Personalie entschieden worden. So wird Torhüterin Annamaria Ferenczi den VfL am Saisonende nach nur einer Spielzeit wieder verlassen und wohl zurück in ihre ungarische Heimat gehen. Die 24-Jährige, die Oldenburg nicht über den Status als Nummer zwei hinauskam, war ein wenig unglücklich über die ihrer Meinung nach zu wenigen Einsatzzeiten beim VfL. Ferenczi hatte sich nach ihrem Wechsel von Borussia Dortmund an die Hunte mehr versprochen. Ihr Problem: Julia Renner erbrachte als Torfrau Nr. 1 in dieser Saison bislang eine Topleistung nach der anderen.

Als Nachfolgerin der sympathischen Ferenczi präsentierte der VfL am Wochenende ebenfalls wieder eine Junioren-Nationaltorhüterin. Nele „Nelly“ Reese heißt die junge Damen und kommt vom Drittligisten SV Henstedt-Ulzburg. Die 18-Jährige begann im Alter von zehn Jahren bei der HSG Holstein Kiel/Kronshagen mit dem Handballspielen. Auch Reese kommt mit großen Ambitionen nach Oldenburg. „Ich möchte gern die Juniorinnen-EM in Ungarn in diesem Sommer spielen und erfolgreich gestalten“, erzählt die 1,86 m große Torfrau und betont: „Sportlich ist es auf lange Sicht mein Ziel, mich in der Liga zu etablieren und mein Team zu unterstützen“.

Otto-Ulrich Bals Autor
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