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NWZonline.de Sport Handball

Die nächste Prüfung wartet schon

17.11.2018

Oldenburg Im zweiten Anlauf hat es geklappt: Wenn Niels Bötel an diesem Samstagabend um 18 Uhr in der Ballei-Sporthalle in Neckarsulm auf der Auswechselbank des VfL Oldenburg Platz nimmt, darf er sich erstmals als A-Lizenz-Trainer fühlen. Die Nachprüfung in Hamburg hatte er Anfang der Woche mit Bravour bestanden.

„Deswegen bin ich ja nicht über Nacht gleich ein besserer Trainer. Aber ich bin natürlich froh, die Prüfung bestanden zu haben“, sagt der Mann, der Mitte Mai bei der praktischen Prüfung in der Sportschule Kaiserau erst patzte und dann nur wenige Tage später die Oldenburgerinnen in Stuttgart zum vierten Pokalsieg der Vereinsgeschichte führte.

Thema passte

Ob das Prüfungsthema allerdings gleich im Bundesligaspiel bei der Neckarsulmer Sport-Union zur Anwendung kommt, muss sich zeigen. Bötel hatte eine 90-minütige Trainingseinheit zu konzipieren. Nachdem die Aufgabenstellung gezogen worden war, blieben dem 31-jährigen Ingenieur anderthalb Stunden an Vorbereitungszeit. Dann galt es, eine Trainingseinheit zu präsentieren, in der es darum ging, einen 4:2-Angriff (Spiel mit zwei Kreisläufern) erfolgreich gegen eine sogenannte jugoslawische 3:2:1-Deckung aufzustellen.

Bötel lässt seine VfL-Frauen nur zu gern mal mit zwei Kreisläuferinnen agieren. „Das Thema hat mir gut gefallen“, sagt er. Gleichwohl will er seinen neuen Status nicht überbewerten. „Ich bin ein junger Trainer, der jede Woche noch etwas hinzulernt. In meinem Alter kann ich meine Kenntnisse noch deutlich ausbauen“, betont der frühere Zweitligaspieler, der erst seit 2015 im Seniorenbereich (VfL Edewecht) arbeitet und im Sommer 2017 den Sprung in die Bundesliga wagte.

Aktuell rangiert Bötel mit den VfL-Handballerinnen bei 6:8 Punkten im Mittelfeld der Tabelle. „Damit sind wir total im Normbereich, auch wenn wir in Göppingen einen Zähler liegen gelassen haben“, sagt er. Mit einem Erfolg an diesem Samstag in Neckarsulm soll nun vor der anstehenden EM-Pause unbedingt ein ausgeglichenes Punktekonto erzielt werden.

Geschke-Ausfall droht

Sportlich erscheint dies absolut machbar. Dennoch reisten er und sein Team schon am Freitag in Richtung Baden-Württemberg. Allein diese Tatsache unterstreicht, wie ernst der viermalige deutsche Pokalsieger die Auswärtsaufgabe im knapp 600 Kilometer entfernten Neckarsulm nimmt. Schließlich befinden sich im Mannschaftsbus der Grün-Weißen noch zwei Sorgenkinder. Denn sowohl Torjägerin Angie Geschke (langwierige Erkältung) als auch die Niederländerin Isabelle Jongenelen (Handverletzung) drohen auszufallen.

Beim Gegner, der unlängst gegen die HSG Blomberg seinen ersten Saisonsieg (30:26) feierte, ist der Rückraum bärenstark besetzt. Nele Reimer (42 Tore/davon 14 Siebenmeter), die Spanierin Irene Espinola Perez (31) und Louisa Wolf (23/8) sorgen im Zusammenspiel mit dem Kreis für 75 Prozent aller Neckarsulmer Treffer.

Fünfmal trafen die Neckarsulmer Sport-Union und der VfL bislang in der Liga beziehungsweise im Pokal aufeinander – fünf Mal hieß der Sieger Oldenburg. Die Ballei-Halle zählt im Übrigen zu den wenigen Arenen in Deutschland, in denen die VfL-Frauen noch nie verloren haben. Auch der neue A-Lizenzinhaber Bötel will diese Serie ausbauen – und diese Aufgabe im ersten Anlauf lösen.

Otto-Ulrich Bals Autor
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