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NWZonline.de Sport Handball

VfL – Erst kommt die Pflicht, dann die Kür

16.03.2019

Oldenburg Myrthe Schoenaker strahlt über das ganze Gesicht. „Ich habe mich super gefreut, das ist toll“, sagt die Handballerin des VfL Oldenburg. Was sie meint, ist ihre Nominierung für die niederländische Nationalmannschaft – und das ausgerechnet für den Länderspiel-Doppelpack gegen Deutschland am 22. und 23. März, bei dem die zweite Partie in der großen EWE-Arena stattfindet. „Das sind quasi zwei Heimspiele für mich. Besser geht es nicht“, sagt die 26-Jährige.

Zielsetzung erfüllt

13 Länderspiele hat die in Olst geborene Rückraumspielerin bereits für die Oranjes absolviert, zuletzt war sie aber aufgrund der enormen Konkurrenz zweieinhalb Jahre nicht mehr nominiert worden. „Vor der Saison habe ich Fragebögen an die Spielerinnen verteilt. Bei Myrthes Zielen stand die Rückkehr ins Nationalteam, deswegen freut es mich unheimlich für sie. Sie hat es verdient“, erzählt VfL-Trainer Niels Bötel.

Vor der Kür aber kommt bekanntlich die Pflicht, und die steht mit dem Bundesliga-Heimspiel an diesem Sonntag (16.30 Uhr, kleine EWE-Arena) gegen Bayer Leverkusen auf dem Programm. Für Schoenaker ist es eine Gelegenheit, ihre Führungsrolle im Oldenburger Rückraum weiter zu festigen. „Sie hat eine tolle Persönlichkeit, sich weiterentwickelt und gesteigert“, lobt Bötel die Niederländerin, die vor der Saison von Kopenhagen Handbold aus Dänemark an die Hunte gewechselt war. Sie habe etwas Zeit gebraucht, um die Abläufe gerade in der Abwehr zu verinnerlichen, sagt Bötel und holt zum nächsten Ritterschlag aus: „Jetzt ist Myrthe vorn und hinten für uns nicht mehr zu ersetzen. Vor allem nächste Saison soll sie unser Chef auf der Platte sein.“

Zweitbeste Werferin

Mit 72 Toren ist Schoenaker in dieser Saison bereits die zweitbeste Werferin des VfL. 61 Treffer davon erzielte sie aus dem Feld – genauso viele wie Angie Geschke, die dank ihrer Siebenmeter-Stärke aber auf 112 Tore insgesamt kommt. „Ich bin angekommen in Oldenburg. Der VfL ist ein toller Verein, ich fühle mich wohl in der Mannschaft“, berichtet sie. Auch die Stadt gefalle ihr, „in Oldenburg kann man gut essen und shoppen gehen“, erzählt Schoenaker schmunzelnd.

Den Wechsel an die Hunte hatten schon viele Landsfrauen vor ihr gewagt, unter anderem Lois Abbingh, Tess Wester und Kelly Dulfer, die sie nun alle im Nationalteam treffen wird. „Für uns Niederländerinnen ist der Wechsel zum VfL ein guter Schritt ins Ausland. Man ist in einem tollen Verein und gleichzeitig nicht weit weg von zu Hause“, sagt Schoenaker. Außerdem sei der Stil, der bei den Oranjes und bei den Grün-Weißen gespielt wird, sehr ähnlich. „Beide wollen einen schnellen Tempohandball spielen, das passt einfach.“

Genau mit diesem will der VfL auch die Werkselfen überrennen, doch Bötel warnt. „Leverkusen spielt seine Angriffe oft sehr lange aus, da müssen wir geduldig sein“, fordert der Trainer einen konzentrierteren Auftritt als im Hinspiel. Da leisteten sich die Oldenburgerinnen viel zu viele Fehler und gingen mit 19:35 im Rheinland unter – die höchste Pleite der Saison. „Da treffen zwei Philosophien aufeinander. Wir wollen schnell spielen und die Schwächen des Gegners ausnutzen“, sagt Bötel.

Selbstbewusste Haltung

Um das Tempospiel forcieren zu können, muss jedoch vor allem die Abwehrarbeit stimmen. Unter der Woche bei der 23:36-Niederlage beim Thüringer HC fehlte es Bötel etwas an Intensität. „Wenn wir hinten aggressiv genug sind, können wir jeden Gegner schlagen“, sagt Schoen­aker selbstbewusst. Klappt das gegen Leverkusen, kann die Niederländerin mit einem Strahlen im Gesicht zum Länderspiel-Doppelpack aufbrechen. Trainer Bötel und viele Mitspielerinnen werden ihren Auftritt in Oldenburg natürlich mit Interesse verfolgen. „In Groningen darf die Niederlande ja gern einen Punkt holen, aber hier nicht“, flachst der VfL-Coach.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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