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NWZonline.de Sport Handball

Oldenburg freut sich auf Rekordkulisse

21.03.2019

Oldenburg Die kleine EWE-Arena kennt sie aus dem Effeff – sozusagen von der ersten Stunde an. Als Heike Horstmann im Juni 2005 ihre großartige Karriere im Trikot der deutschen Handball-Nationalmannschaft mit dem Länderspiel gegen Polen beendete, war dies zugleich das offizielle Eröffnungsspiel für Oldenburgs neuen, schicken Rundbau. „Ja, das war ein ganz besonderer Moment“, erinnert sich die 168-malige Ex-Nationalspielerin (372 Tore), die seinerzeit noch ihren Mädchennamen Schmidt trug. Deutschland gewann 2005 das WM-Playoff-Rückspiel gegen Polen (31:25), die 2300 Besucher stellen noch heute eine Bestmarke für ein deutsches Frauen-Länderspiel in Oldenburg dar.

Rückkehr als Co-Trainerin

Jetzt kehrt Horstmann (47), die als langjährige VfL-Kapitänin Stammgast bei den Bundesligapartien ihrer Nachfolgerinnen im grün-weißen Dress ist, in offizieller Mission zurück – diesmal in der großen Arena. Wieder mit der deutschen A-Mannschaft, diesmal aber als Co-Trainerin an der Seite von Bundestrainer Henk Groener (58). Auch im Frauenhandball haben sich in 14 Jahren die Größenverhältnisse halt verschoben.

Sportlich gesehen befindet sich das deutsche Team indes wie schon 2005 mal wieder im Aufbruch zu besseren Zeiten. „Mit den Niederlanden treffen wir auf einen starken, für unsere Aufgaben idealen Gegner. Wir stehen am Anfang und wollen unser Team weiter entwickeln, den nächsten Schritt unternehmen“, sagt Bundestrainer Groener mit Blick auf die Nachbarschaftsduelle an diesem Freitag in Groningen (19.30 Uhr/bereits ausverkauft) und am Samstag in Oldenburg (16.45 Uhr/Sport 1).

Konkret: Nimmt man die jüngsten EM-Auftritte der Deutschen zum Maßstab, so muss das Team an Stabilität zulegen. 6 Spiele, 3 Siege, 3 Niederlagen, Platz 10: Die Leistungsschwankungen verhinderten eine bessere Ausbeute. Das gilt für die Abwehr wie für das Angriffsspiel, das mit mehr Druck und Effektivität vorgetragen werden muss.

„Für meinen Geschmack kann unser Spiel noch schneller werden“, nennt Groener eine weitere Baustelle. Seine Co-Trainerin ist zuversichtlich, dass das klappt. „In diesen beiden Spielen wollen sich alle zeigen. Auch die Holländerinnen haben ein paar personelle Umstellungen vorgenommen. Das werden zwei heiße Duelle und zwei temporeiche Partien“, ist Horstmann überzeugt.

Speziell für die Oldenburger Handballfreunde wird es am Samstag das große Wiedersehen geben. In Tess Wester (25), Kelly Dulfer (24), Inger Smits (24), Laura van der Heijden (28), Lois Abbingh (26) und Myrthe Schoenaker (26) stehen bei „Oranje“ sechs Spielerinnen im Kader, die beim VfL gespielt haben oder noch spielen. Im deutschen Trikot laufen bekanntlich in Angie Geschke (33) und Jenny Behrend (23) zwei weitere Oldenburgerinnen auf.

Letztere will aus ihrer Aufregung gar kein Geheimnis machen. „Ich freue mich schon mega und bin ehrlich gesagt auch schon etwas aufgeregt“, sagt Behrend, die als Rechtsaußen vor ihrem Debüt in der deutschen Nationalmannschaft steht. Bescheiden ergänzt sie: „Das ist schon toll, sich einmal mit den Großen messen zu dürfen. Und vielleicht bekomme ich ja auch ein paar Einsatzzeiten in Oldenburg.“

Das Trainerduo Groener/Horstmann trägt mit der Nominierung den konstant guten Leistungen der Oldenburgerin Rechnung. Überhaupt stehen etliche Perspektivspielerinnen in der Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB). Und wirklich viel Zeit hat der Bundestrainer beim Neuaufbau nicht.

Playoffs gegen Kroatien

So stehen bereits am 2. Juni in Koprivnica und am 5. Juni in Hamm die beiden WM-Playoff-Duelle gegen Kroatien auf dem Arbeitszettel des DHB-Teams. Der Gesamtsieger sichert sich die Teilnahme an der Weltmeisterschaft im japanischen Kumamoto (30. November bis 15. Dezember) und verbleibt im Qualifikationsrennen für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Darauf arbeiten Groener und Horstmann intensiv hin, wohl wissend: „Die Zeit rast. Viel Zeit für den Neuaufbau verbleibt uns da nicht.“

Und so gelten die beiden Länderspiele gegen die Niederlande als wichtige Tests auf dem Weg Richtung Japan. 2005 scheiterte Deutschland übrigens in den WM-Playoffs an Polen (Hinspiel: 30:40). Diesmal soll alles besser werden. Ein Anfang ist schon gemacht: Nach Angaben des DHB werden an diesem Samstag über 3000 Zuschauer die deutsche Partie sehen – das wäre dann ganz sicher eine neue Bestmarke für ein Frauenhandball-Länderspiel in Oldenburg.


Karten für die Partie in Oldenburg unter   www.dhb.de/tickets 
Otto-Ulrich Bals Autor
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