Oldenburg - Fünf Testspiele, drei Siege: Die Vorbereitung der Handballerinnen des VfL Oldenburg auf den Bundesligastart (13. September in Blomberg) läuft gut, aber eben nicht optimal. Während der völlig umgekrempelte Kader von Trainer Niels Bötel gegen schwächere Mannschaften wie Schwerin (32:21), Dalfsen (44:22) und zuletzt Werder Bremen (34:19) klare Siege einfuhr, musste der letztjährige Ligafünfte gegen die internationalen Spitzenclubs Randers HK (23:33) und Buxtehuder SV (24:33) eine Menge Lehrgeld zahlen.
„Die nackten Resultate interessieren uns weniger, aber es ist richtig: Es gibt noch viel zu tun“, sagt der seit Juli verantwortliche Chefcoach Bötel. Sechs gestandene Nationalspielerinnen haben den VfL am Saisonende verlassen, fünf Neuverpflichtungen müssen nun integriert werden. Hinzukommen die damit verbundenen Umstellungen im Deckungsbereich sowie das Einstudieren neuer Angriffsvarianten. „Das alles geht nicht von heute auf morgen, auch wenn alle Mädels super mitziehen“, weiß Bötel: „Zudem sind unsere personellen Möglichkeiten beschränkt.“
Aktuell erschwert wird die Vorbereitung auch durch die Ausfälle von Angie Geschke und Simone Spur Petersen. Beide Rückraumspielerinnen gelten als gesetzt, konnten vom Trainer aber nicht eingesetzt werden. „Der Rückraum ist im Moment das Problem. Ohne diese beiden fehlen uns die Wechselmöglichkeiten, so dass uns gegen starke Gegner die erforderliche Power verloren geht“, begründet Bötel die zwei Packungen gegen Randers und Buxtehude.
In einer Woche, laut Bötel, sollte es allerdings wieder besser aussehen, was auch erforderlich sein wird, denn beim vereinseigenen Wunderhorn-Turnier (26./27. August) trifft der dreimalige deutsche Pokalsieger auf starke internationale Konkurrenz. Die Oldenburgerinnen treffen in der Gruppe B auf den Liga-Konkurrenten Borussia Dortmund, den sechsmaligen russischen Meister HC Lada Togliatti sowie den Dritten der niederländischen Meisterschaft, Virto Quintus.
„Über die Qualität der Gegner müssen wir nicht reden. Das Turnier wird ein echter Prüfstein werden“, sagt Bötel, der nur zu gern in Bestbesetzung antreten möchte: „Wir präsentieren uns erstmals vor den eigenen Fans und wollen uns, ganz klar, so teuer wie möglich verkaufen.“
Der Buxtehuder SV, die HSG Blomberg, der Schweizer Erstligist Spono Eagels und Team Tvis Holstebro aus Dänemark in der Gruppe A komplettieren das Teilnehmerfeld.
