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NWZonline.de Sport Handball

VfL enttäuscht bei Heimturnier

27.08.2018

Oldenburg Bayer Leverkusen hat den Tanz um das Oldenburger Wunderhorn 2018 gewonnen. Im Finale des 33. internationalen Robert-Schumann-Turniers besiegte das Team von Trainer Robert Nijdam am frühen Sonntagabend in einer rasanten Partie den starken Bundesliga-Konkurrenten HSG Blomberg-Lippe mit 20:15 (9:7). Leverkusen feierte im dritten Anlauf den ersten Turniersieg in Oldenburg, Blomberg indes verpasste eine erfolgreiche Titelverteidigung. Gastgeber VfL Oldenburg, immerhin mit sechs Titeln Rekordsieger des Turniers, musste sich mit einem enttäuschenden letzten Platz zufriedengeben.

Als beste Torfrau wurde die Blombergerin Anna Monz, als beste Spielerin Zivile Jurgutyte (Leverkusen) und als erfolgreichste Torschützin Angie Geschke (32 Tore/VfL) ausgezeichnet.

Die Enttäuschung bei den VfL-Frauen und ihrer Anhängerschaft saß tief. Die Fans jedenfalls konnten sich nicht daran erinnern, jemals ein Wunderhorn-Turnier erlebt zu haben, bei dem die Gastgeberinnen gänzlich ohne Sieg geblieben sind.

Fünf Spiele, fünf Niederlagen: Auch Trainer Niels Bötel, der in diesem Sommer seinen kompletten Rückraum umbauen muss, wollte bei seiner ersten Analyse nichts beschönigen. „In der Abwehr fehlte uns deutlich die nötige Aktivität und im Angriff die erforderliche Konzentration beim Torwurf. Das war an beiden Tagen so und das ist in dieser Form nicht akzeptabel“, sagte Bötel, der zugleich ankündigte, nach dem Studium des Videomaterials mit seinen Spielerinnen Tacheles zu reden.

Selbst das Spiel um Platz sieben gegen den Schweizer Erstligisten LK Zug ging 20:21 verloren – gegen den Gegner, der das Bötel-Team zu Turnierbeginn beim 25:26 schon kalt erwischt hatte.

Einer guten, aber letztlich viel zur kurzen Phase im zweiten Gruppenspiel gegen die HSG Blomberg-Lippe (21:26) folgte gegen den schwedischen Vizemeister H65 Höör der Tiefpunkt. Nach einer kopflosen Vorstellung waren die VfL-Frauen mit der 14:25-Packung noch gut bedient.

Im ersten Platzierungsspiel am Sonntagmorgen gegen Borussia Dortmund war Wiedergutmachung beim VfL angesagt. Doch auch der stärkste Auftritt beim Robert-Schumann-Turnier reichte den Gastgeberinnen nicht zum ersten Erfolgserlebnis (17:20).

Auch die erstklassig besetzte Borussia konnte ihr Potenzial oftmals nur andeuten und ihrer Favoritenrolle nicht gerecht werden. „An der Konstanz müssen wir noch arbeiten“, meinte Trainer Norman Rentsch, dessen Planung ganz auf den Ligastart am 8./9. September ausgerichtet ist.

Ganz solange kann der VfL nicht warten, steht schon am 1. September das Supercup-Duell mit Meister Thüringer HC an. Womöglich kommt die Partie zu früh, denn Fakt bleibt: Wichtige Spielerinnen waren in der Vorbereitung immer wieder ausgefallen, so dass sich das Team nur unzureichend einspielen konnte. So absolvierte die als Spielmacherin verpflichtete Kristina Logvin (Schulter-OP) beim Wunderhorn ihre allerersten Einsätze für die Grün-Weißen. „Wir brauchen einfach noch Zeit, bis die Abläufe passen und alle Spielerinnen voll integriert sind“, befand Bötel, der das Turnier zum Einstudieren taktischer Varianten (7. Feldspieler, drei Kreisläufer) und zum Austesten verschiedener Varianten im Mittelblock der Abwehr nutzte.

Wesentlich weiter in der Vorbereitung, sichtlich eingespielter und auch in personeller Hinsicht breiter aufgestellt präsentierten sich da Leverkusen und Blomberg. So war es nicht verwunderlich, dass gerade diese Teams im Finale zum Tanz um das Oldenburger Wunderhorn baten.

Otto-Ulrich Bals
Redaktionsleitung
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2030

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