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NWZonline.de Sport Handball

VfL-Pokalexpress rollt durch Oldenburg

24.05.2018

Oldenburg Egal, wo die Handballerinnen des VfL Oldenburg in diesen Tagen in offizieller Mission unterwegs sind, einer darf nicht fehlen – der Henkelpott. Ob beim nächtlichen Fanempfang in Wechloy, beim Aufstiegsspiel der VfL-Fußballer oder bei der kurzerhand ins Oeins-TV-Studio verlegten Spieltags-Pressekonferenz: Seit dem Triumph bei der Endrunde „Final Four“ am Pfingstsonntag rollt der VfL-Pokalexpress durch Oldenburg. „So etwas vergisst man nicht. In Stuttgart ist für uns alle ein Traum wahr geworden“, gab Trainer Niels Bötel die Stimmung des Teams beim Betrachten der Fernsehbilder wieder.

Seinen Spielerinnen erging es bei der Produktion der 30-minütigen Oeins-Sondersendung nicht anders, jede TV-Sequenz wurde aufgesogen oder mit witzigen Kommentaren unterlegt. Dazu ein Stück Torte und ein Gläschen Sekt. „Unbegreiflich, einfach unbegreiflich. Ich verstehe es noch immer nicht“, kommentierte die Dänin Simone Spur Petersen die Bilder, auf denen sie ausgelassen herumhüpfte. Vier Tage später steckt das linke Knie in einer Schiene. Die Rückraumspielerin war im Finale gegen die SG Bietigheim (29:28) ausgerutscht, hatte sich dabei das Knie verdreht.

Spur Petersen spielte durch und steuerte drei Tore zum vierten Triumph der grün-weißen Clubgeschichte bei. Nun steht der 61 Zentimeter hohe Silberpokal zumindest für ein Jahr wieder in Oldenburg, Spur Petersen indes muss jetzt eine sechswöchige Wettkampfpause einlegen. „Egal, wir haben den Pokal“, nahm es die 24-Jährige mit der sprichwörtlichen dänischen Gelassenheit.

Einem gewaltigen Adrenalinstoß konnte sich in Stuttgart keine VfL-Spielerin entziehen. „Bei einem Final Four aufzulaufen, wird niemals zur Routine. Und vor fast 3000 Zuschauern dann ein Finale zu spielen, ist eben ein einmaliges Erlebnis“, begründete Spielführerin Kim Birke die von vielen Beobachtern nicht für möglich gehaltene Leistungssteigerung.

Der Medientermin am Mittwoch galt ursprünglich dem letzten Saisonspiel der VfL-Frauen gegen die Neckarsulmer Sportunion. Nach dem Sensationserfolg in Stuttgart rückte jedoch der Bundesliga-Ausklang an diesem Samstag (18 Uhr, kleine EWE-Arena) in den Hintergrund. Manchmal ist der Plan B eben der bessere. Das Interesse an den Pokal-Heldinnen überstrahlte alles. Kein Wunder, in der Liga gibt es für die Oldenburgerinnen nichts mehr zu holen.

Der neunte Tabellenplatz ist fix, und so geht es für das Bötel-Team nur noch darum, sich gegen den Tabellenvorletzten mit einer ordentlichen Leistung von seinen treuen Fans zu verabschieden. Denn allzu viel zu feiern gab es in dieser Saison in der eigenen Halle nicht. Von bislang zwölf Heimpartien gingen acht verloren. Nur viermal konnten die VfL-Frauen die Spielfläche als Siegerinnen verlassen.

Mit dem Schwung des Pokal-Coups soll nun noch ein wenig Bilanz-Kosmetik betrieben werden.

Otto-Ulrich Bals
Redaktionsleitung
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2030

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