• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Sport Handball

VfL-Frauen wehren sich nach Kräften

09.09.2019

Oldenburg Der Start in die 36. Bundesliga-Spielzeit der Vereinsgeschichte endete für die Handballerinnen des VfL Oldenburg mit einer Bauchlandung. Überflieger Borussia Dortmund wurde am Sonntagnachmittag seiner Favoritenrolle gerecht und entführte beim 39:26 (23:14)-Sieg nicht unerwartet beide Zähler aus der kleinen EWE-Arena. Beim letzten Aufeinandertreffen am 11. Mai hatten die VfL-Frauen die hochgelobten Dortmunderinnen in der heimischen Arena noch nach allen Regeln der Handballballkunst an die Wand gespielt und einen grandiosen 32:24-Erfolg gefeiert.

Keine vier Monate später sind die Teams von damals allerdings nicht mehr mit denen von heute zu vergleichen. Der BVB tauschte die Trainer aus und verstärkte seinen ohnehin schon hochkarätigen Kader mit etlichen Nationalspielerinnen. In Oldenburg indes gingen viele langjährige Leistungsträgerinnen von Bord. Das Team wurde weiter verjüngt und zählt nun mit einem Durchschnittsalter von 22,7 Jahren zu den unerfahrensten in der Ersten Liga.

Dazu plagt VfL-Trainer Bötel aktuell ein großes Verletzungspech. So fehlten den Gastgeberinnen gegen die Dortmunder Borussia in Lisa-Marie Fragge (Hüft-OP), Kathrin Pichlmeier (Daumverletzung an der Wurfhand), Marie Steffen (Fingerbruch), Malene Staal (Schulterverletzung) und Laura Kannegießer (Kreuzbandriss) gleich fünf von 13 Feldspielerinnen. So kamen mit Lana Teiken, Toni-Luisa Reinemann und Griet Prante drei Akteure aus der Zweiten bzw. Jugendmannschaft zu einem Eintrag auf dem Bundesliga-Spielprotokoll.

Dieses personelle Manko ließ sich dann auch nicht kaschieren. Die Oldenburgerinnen agierten vor 923 Zuschauern zwar mit viel Herz und Leidenschaft, gegen die individuelle Klasse und Kadertiefe des Europapokal-Aspiranten reichten diese Tugenden aber nicht, den Gegner während dieser durchaus sehenswerten 60 Minuten ernsthaft in Gefahr zu bringen.

Die VfL-Frauen starteten furios: Gleich mit dem ersten Angriff traf Kristina Logvin per Kempatrick. Dortmund kam zwar postwendend zum Ausgleich, doch noch zweimal legten die mutig agierenden Gastgeberinnen – zum 2:1 durch Jane Martens und zum 3:2 (4. Minute) durch Logvin – vor. Dann allerdings waren auch die Dortmunderinnen in dieser Partie angekommen. Die BVB-Abwehr stabilisierte sich, und dank der schnellen Gegentore von Bogna Sobiech riss der Favorit die Führung (5:3/6.) an sich.

Die neuformierte Mannschaft von Trainer Bötel steckte zu keinem Zeitpunkt auf, musste aber mit ansehen wie die Borussia jeden Abspielfehler oder Fehlwurf konsequent zum Gegenstoß nutzte. Der VfL hielt bis zum 7:11 (11.) mit. Bis zum Pausenpfiff setzten sich die Gäste schließlich kontinuierlich Tor um Tor ab. Die Partie war praktisch entschieden, auch wenn die Oldenburgerinnen im zweiten Durchgang erneut den besseren Start erwischten und mit zwei blitzsauberen Treffern auf 16:23 verkürzen konnten.

Als dann Oldenburgs bis dahin gefährlichste Rückraumwerferin Helena Mikkelsen (4 Tore) nach einer unglücklichen Aktion gegen die Ex-VfLerin Kelly Dulfer nach nur dreieinhalb Minuten die Rote Karte sah, wurden die Gastgeberinnen erneut zurückgeworfen. Der BVB zog wieder auf neun Treffer davon und steuerte unbeirrt dem ersten Saisonsieg entgegen.

Die Aufgabe am zweiten Spieltag wird für die VfL-Handballerinnen keinen Deut einfacher, wenn das Bötel-Team am kommenden Sonntag (15 Uhr) beim deutschen Pokalsieger Thüringer HC gastiert. Das nächste Heimspiel bestreiten Renner und Co. erst am 16. Oktober (19.30 Uhr) gegen den amtierenden deutschen Meister SG Bietigheim. Dazwischen sind in der Bundesliga noch die Auswärtspartien in Neckarsulm (21. September) und Buxtehude (9. Oktober) zu absolvieren.

Otto-Ulrich Bals Autor
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.