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NWZonline.de Sport Handball

Ex-Vareler greift wieder in der Bundesliga an

10.09.2019

Oldenburg /Nordhorn Er ist für viele eine Zeit lang unter dem Radar geflogen, nun ist er wieder da. „Das eine Jahr in Frankreich war sehr lehrreich, aber jetzt bin ich froh, wieder in Deutschland zu sein, wieder in der Bundesliga spielen zu können“, berichtet Dominik Kalafut von einer wechselhaften Zeit beim französischen Handball-Erstligisten Cesson-Rennes Metropole. Der 24-Jährige, der bis 2013 für seinen Heimatclub HSG Varel-Friesland spielte und in Altjührden bis zur A-Jugend sämtliche Nachwuchsteams durchlief, will auch gar nicht erst herumreden. „Anfangs lief es sportlich relativ gut, doch die fremde Sprache und die fehlende Freundin haben mich nicht richtig heimisch werden lassen“, nennt der 1,94-Meter-Hüne den Grund für die Vertragsauflösung.

Heimspiele in Lingen und Nordhorn

Bundesliga-Aufsteiger HSG Nordhorn-Lingen (das Team trägt seine Heimspiele in etwa abwechselnd im Nordhorner Euregium und in der Lingener Emslandarena aus) machte schließlich das Rennen, und so kehrte der angriffsstarke Kreisläufer Anfang August in seine Region zurück. Dabei hatte er durchaus das eine oder andere Angebot aus dem Ausland erhalten. „Aber in der Bundesliga zu spielen, ist schon eine starke Nummer“, sagt er.

Dominik Kalafut weiß, wovon er spricht. Über die Station Wilhelmshavener HV war er 2014 zu den Recken der TSV Hannover-Burgdorf gewechselt, wo er Erstliga-Erfahrung sammelte, sportlich richtig durchstartete und sich in den Fokus der slowakischen Nationalmannschaft spielte. Im vergangenen Sommer folgte nach vier Jahren in Hannover der Wechsel nach Cesson-Rennes.

Spontaner Trainerwechsel

In Nordhorn bildet Dominik Kalafut nun mit Luca de Boer und Toon Leenders das Kreisläufertrio der HSG. Nach nunmehr vier Spieltagen und vier zum Teil deftigen Niederlagen sieht die Bilanz eher ernüchternd aus. Er selbst wechselte erst unmittelbar vor dem Saisonstart zum Aufsteiger und verpasste damit einen großen Teil der Vorbereitung. Zuletzt warf ihn ein Hexenschuss zusätzlich zurück. „In Nordhorn haben wir nicht den einen Superstar oder die Weltklasse-Rückraumreihe, wir müssen als Mannschaft funktionieren, die über die Taktik zum Erfolg kommt“, erläutert er – und ist immer noch fleißig dabei, sich die vielen Spielzüge des neuen Trainers Geier Sveinsson einzuschärfen.

Apropos Trainer: Als Dominik Kalafut mit Nordhorn verhandelte, saß er noch beim langjährigen Chefcoach Heiner Bültmann im Wohnzimmer. Einen Tag vor der Vertragsunterzeichnung erfuhr er dann beim Medizincheck im Wartezimmer von dessen Rückzug aus gesundheitlichen Gründen. „Wir hatten tolle Gespräche, und ich war auch erstaunt, als mir das gesagt wurde“, erzählt er. Nun also Geier Sveinsson. Und der 55-jährige Isländer ist in der Familie Kalafut nur zu gut bekannt.

Handball liegt in der Familie

Dominiks Vater Peter Kalafut und Sveinsson standen sich bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona mit ihren Nationalteams der CSFR und Island gegenüber. Auch sie spielten am Kreis. So dürfte Dominik nach Vater Peter mit dem 340-maligen isländischen Nationalspieler Sveinsson einen weiteren erstklassigen Tippgeber an seiner Seite wissen.

„Unser Ziel ist der Klassenerhalt. Das wird schwer, ist aber machbar. Um das zu erreichen, bin ich, sind wir alle für jeden Tipp dankbar“, sagt Dominik, der wie sein älterer Bruder Lukas (32/aktuell SG VTB/Altjührden) und Vater Peter (58), der in der Region schon bei etlichen Vereinen (HSG Varel/Vorläufer der heutigen SG VTB/Altjührden, Wilhelmshavener HV, Frauen des VfL Oldenburg) erfolgreich als Trainer arbeitete, zum Nationalspieler seines Heimatlandes aufstieg.

Mit der Slowakei hat Dominik ohnehin noch Großes vor. 2022 richten Ungarn und die Slowakei die Handball-Europameisterschaft aus. Klare Ansage: „Da möchte ich natürlich gern dabei sein.“ 20 Länderspiele hat Dominik aktuell absolviert, mit guten Leistungen in Nordhorn will er sich für weitere internationale Einsätze empfehlen. Sein Nationaltrainer hat den jungen Mann jedenfalls nie vom Radarschirm verloren.

Otto-Ulrich Bals Autor
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