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NWZonline.de Sport Handball

VfL-Trainer Bötel fordert Vollgas-Handball

20.12.2018

Oldenburg Der Vergleich drängte sich nur wenige Tage nach dem Ende der Handball-Europameisterschaft irgendwie auf. „Die Auftritte der deutschen Nationalmannschaft in Frankreich konnte und kann man im Moment ein bisschen mit unseren Auftritten vergleichen“, erinnerte sich Trainer Niels Bötel an die letzten Spiele der VfL-Frauen in der Bundesliga vor der EM-Pause: „Gegen Norwegen lieferte Deutschland eine Topleistung ab, gegen Rumänien beispielsweise passte dann wieder weniger zusammen“, fasste Bötel seine Beobachtungen vor dem Fernseher beziehungsweise PC zusammen.

Berg- und Talfahrt

In der Tat: Auch die Oldenburgerinnen erlebten im ersten Saisondrittel sportlich eine kleine Berg- und Talfahrt. Auf eine starke Vorstellung folgte nicht selten eine deutlich schwächere. Vor allem die letzte Partie vor der besagten Spiel- und Trainingspause bei der Neckarsulmer Sportunion schlug beim Pokalsieger von 2018 mit 27:38 schwer ins Kontor.

„Was wir da gezeigt oder besser nicht gezeigt haben, schwirrt heute noch in unseren Köpfen herum“, meinte im Gespräch mit der NWZ dann auch Kreisläuferin Ann-Kristin Roller und schob gleich mit Blick auf das nun anstehende Heimspiel unmittelbar nach Weihnachten am kommenden Donnerstag (18 Uhr, kleine EWE-Arena) das Versprechen nach: „Gegen Bad Wildungen wollen wir jetzt unbedingt zeigen, dass wir es besser können.“

Fehlerbehebung mit Videoanalyse

Wiedergutmachung ist angesagt, und Trainer Bötel ist davon überzeugt, dazu in der sechswöchigen Pause die richtigen Stellschrauben betätigt zu haben. Als Blaupause diente dabei auch ein wenig die EM 2018. „Man hat gesehen, wohin die Reise zukünftig gehen muss. Es wird immer athletischer und explosiver agiert“, so der A-Lizenzinhaber. Und so stand in den vergangenen Wochen so manche Athletikeinheit auf dem Trainingsplan der Oldenburgerinnen.

„Hier hatten wir – unabhängig von der EM – ohnehin etwas Nachholbedarf“, berichtete Bötel bei der Spieltags-Pressekonferenz vor der Partie gegen die HSG Bad Wildungen von guten Trainingsleistungen seines Teams. „Wir hatten uns schon nach der Pleite in Neckarsulm länger in der Kabine zusammengesetzt und besprochen, was passiert war. Nach der Videoanalyse haben wir im Training nun intensiv daran gearbeitet, diese Fehler abzustellen“, ergänzte die mit ihren 21 Jahren – ebenso wie die gesamte neu formierte VfL-Mannschaft – noch entwicklungsfähige Ann-Kristin Roller.

Knapper Sieg im Pokal

Speziell an der konzentrierten Abwehrarbeit und der nötigen Aggressivität ließen es die VfL-Frauen zuletzt in der Liga fehlen. Die Folge: Der in der Tabelle auf Platz acht abgerutschte VfL Oldenburg wartet seit dem 28. Oktober auf ein Erfolgserlebnis in der Bundesliga. Damals besiegten die Grün-Weißen die HSG Blomberg-Lippe mit 38:25 und lieferten laut Bötel eine nahezu perfekte Leistung ab.

„Da hat man gesehen, dass wir in jedem Spiel Vollgas geben müssen. Und spätestens jetzt muss allen klar sein, dass wir es uns nicht leisten können, mal einen Gang zurückzuschalten“, machte Bötel nochmals deutlich, was er von seiner Mannschaft am kommenden Donnerstag erwartet.

Immerhin: Die VfL-Frauen dürften den Gegner noch in bester Erinnerung haben. Am 14. Oktober gelang in der zweiten Runde des DHB-Pokals ein 29:28-Heimsieg über die Vipers aus Bad Wildungen. Grundstein des Erfolges war eine sehr gute Abwehrarbeit der VfL-Frauen. „Daran wollen und müssen wir am Donnerstag anschließen“, betonte Bötel. Und auch dieser Vergleich drängte sich irgendwie auf.

Otto-Ulrich Bals
Redaktionsleitung
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2030

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