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NWZonline.de Sport Handball

VfL-Frauen halten Pokaltraum am Leben

15.10.2018

Oldenburg Der Weckruf kam zur rechten Zeit. „Hey, Mädels konzentriert Euch!“, pfiff Oldenburgs Torfrau Julia Renner in die Hände klatschend ihre Kolleginnen unmittelbar nach der Halbzeitpause energisch an. Zu diesem Zeitpunkt lagen die VfL-Handballerinnen am Sonntagnachmittag in der kleinen EWE-Arena mit 17:19 im Zweitrundenspiel des DHB-Pokals gegen die HSG Bad Wildungen zurück. Das Aus drohte. Doch dann folgte das Aufbäumen und nach insgesamt 60 packenden Minuten ein Riesenjubel über den am Ende glücklichen 29:28 (16:18)-Erfolg.

Julia Renner erntet Applaus

Die Mannschaft von Trainer Niels Bötel steht damit erneut im Achtelfinale und trifft dort auf den Ligadritten TuS Metzingen. Die Partie in Baden-Württemberg wird am 3./4. November ausgetragen. „Wir haben das erwartet schwere Spiel gewonnen. Das allein zählt jetzt für mich“, kommentierte der Coach den Einzug in die dritte Runde.

Oldenburgs Nummer eins im Tor avancierte mit 18 Paraden zur Erfolgsgarantin und riss ihr Team mit ihren Abwehrkünsten immer wieder mit. Reihenweise erntete Renner dafür Applaus von ihren Mitspielerinnen und den 588 Zuschauern in der Arena.

Bötel musste die Startformation gegenüber der 25:36-Niederlage gegen den Thüringer HC entgegen aller Befürchtungen nicht umstellen. Kim Birke hatte sich am Mittwochabend im Bundesliga-Heimspiel eine Oberschenkelverletzung zugezogen – die 31-jährige Linksaußen konnte aber spielen. Nur das Tor wollte sie partout nicht treffen. Für ihren einzigen Treffer benötigte sie acht Versuche.

VfL betreibt Chancenwucher

Und da auch Angie Geschke nicht fehlerfrei agierte und mit einer Blessur am linken Knie schon Mitte der ersten Halbzeit aussetzen musste, waren andere gefordert.

Der VfL begann sehr konzentriert. In der Abwehr wurde geackert und geschoben. Bad Wildungen fand kaum eine Lücke. Auf der Gegenseite betrieben die Gastgeberinnen aber einen Chancenwucher (Birke, Behrend, Geschke, Mikkelsen, Logvin), der sich schon bald rächen sollte. Mit 8:5 führten die VfL-Frauen nach zwölf Minuten, als Geschke vom Feld musste.

Der Ausfall führte zu einem Bruch im Spiel der Oldenburgerinnen, die nun fast fünf Minuten ohne Tor blieben. Die Vipers – nicht zimperlich im Umgang mit ihren Gegnerinnen und keineswegs fehlerfrei – nutzten die Unordnung beim Titelverteidiger zur eigenen 12:9-Führung (21. Minute). In die Kabinen gingen die Gäste durchaus verdient mit zwei Treffern Vorsprung.

Deckung wurde besser

Jetzt schlug die halbe Stunde von Oldenburgs bärenstarker Torfrau. Mit einem gehaltenen Siebenmeter gleich nach Wiederanpfiff gab Renner das Startsignal für eine grün-weiße Aufholjagd. Und die anderen sprangen ebenfalls mutig in die Bresche. Kristina Logvin und Helena Mikkelsen setzten Akzente im Angriff, Talent Lisa-Marie Fragge stabilisierte die Deckung, und die wieder einmal überragende Myrthe Schoenaker (11 Tore) hielt den VfL im Pokal-Spiel. Die Niederländerin warf die Gastgeberinnen zum 20:19 (37.) wieder in Front. „Danach agierten wir in der Deckung immer besser und setzten um, was wir vorher besprochen hatten. So kam Bad Wildungen nicht zu so leichten Toren wie zuvor“, analysierte sie.

Von diesem Zeitpunkt an entwickelte sich ein packender Pokal-Fight. Kein Team konnte sich absetzen (25:25/49.), beide Trainer griffen nochmals in die Taktik-Kiste. Der VfL hatte noch einen unschätzbaren Trumpf in der Hinterhand: den unbedingten Siegeswillen. Mit Schoenakers Treffer 57 Sekunden vor Schluss zum 29:27 war es schließlich geschafft. Und der Aufschrei von Torfrau Renner hatte sich bezahlt gemacht.

Otto-Ulrich Bals Autor
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