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NWZonline.de Sport Handball

VfL Oldenburg treibt Jugendstil voran

22.05.2019

Oldenburg /Rastede Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Der Ort der Saison-Abschiedsparty, der Beachclub Nethen in Rastede, hätte für die Handballerinnen des VfL Oldenburg nicht treffender gewählt werden können. Wäre der viermalige deutsche Pokalsieger in der Spielzeit 2018/19 doch um ein Haar in der Bundesliga baden gegangen. Zwar schwebte der Klassen-Dino nicht einmal wirklich in akuter Abstiegsgefahr, gleichwohl hatte sich das neuformierte Team gleich mehrfach den Abstiegsrängen 13 und 14 gefährlich genähert.

„Unser Saisonziel lautete, sich so schnell wie möglich ins sichere Mittelfeld abzusetzen. Das ist uns leider erst in der Endphase der Meisterschaft gelungen“, räumt Trainer Niels Bötel (32) nach einer Auf-und-Ab-Saison ein. Mit einem 5:1-Lauf in den letzten drei Spielen reihten sich seine VfL-Frauen schließlich auf dem zehnten Platz ein, der in puncto Endplatzierung nicht ganz die Erwartungen erfüllte.

„Keine Frage, es war mehr drin. Aber wir haben zu viele Punkte liegen gelassen“, meint dann auch die scheidende Spielführerin Kim Birke (31). Gründe dafür gibt es sicherlich viele: Chancenwucher en masse, fehlende Aggressivität in der Abwehr und eine rekordverdächtige Anzahl technischer Fehler.

Ein paar Fehler zu viel

Gerade in etlichen engen Partien waren es „oftmals nur zwei oder drei Fehler, die wir mehr als der Gegner gemacht haben“, sagt Bötel. Gleichwohl fällt seine Bilanz zufriedenstellend aus: „Nimmt man unsere sechs Spiele gegen die Top drei der Liga raus, so stehen wir bei 20:20 Punkten und einem Torverhältnis von plus zwölf.“

Bötel hatte dem VfL eine hochriskante Spielweise verordnet, mit einem Höllentempo wurde nahezu immer auf Sieg gespielt. Die Folge lässt sich in der Tabelle am Torverhältnis ablesen: 732:812. Nur Absteiger Nellingen kassierte mit 834 Toren mehr Gegentreffer. Aber auf der anderen Seite: Nur Meister HSG Bietigheim (834), Vize Thüringer HC (812) und der Drittplatzierte TuS Metzingen (811) warfen mehr Tore.

Diese Spielweise gilt es nun zu optimieren. Auch aus einem anderen Grund: Fehlen Bötel doch 2019/20 in Angie Geschke (138 Tore/66 Siebenmeter) und Kim Birke (100/2) zwei der drei erfolgreichsten Saison-Torschützinnen. Der Vertrag von Geschke (33) wurde nicht verlängert, Birke beendet ihre Karriere. Beide Spielerinnen steuerten jahrelang zuverlässig viele Tore bei.

In diese Phalanx reihte sich zuletzt nur die Niederländerin Myrthe Schoenaker (136/37) ein. Um die 26-jährige Rückraumspielerin herum muss Bötel ein neues Team aufbauen. Eine Mannschaft, die über viel Potenzial, aber eben wenig Erfahrung verfügt. Zumal in Isabelle Jongenelen (27/Blomberg-Lippe) und Cara Hartstock (25/Metzingen) zwei weitere gestandene Spielerinnen gehen.

„Die neue Mannschaft benötigt ganz sicher noch etwas Zeit. Sorgen um den VfL mache ich mir aber keine“, sagt Birke und prophezeit dem VfL eine sportlich hochinteressante Zukunft: „Der VfL wird wieder einige Nationalspielerinnen haben.“

14 Spielerinnen hat der Verein für die kommende Saison unter Vertrag. 15 könnten es werden, wenn – was wahrscheinlich ist – die Norwegerin Malene Staal (28) für ein weiteres Jahr verlängert.

Als vorerst letzte Akteurin erhielt die gebürtige Oldenburgerin Marie Steffen einen Einjahresvertrag. Das 18-jährige Eigengewächs hat bereits Bundesligaluft geschnuppert und bildet künftig mit Torfrau Nele Reese (18), Rückraumspielerin Lisa-Marie Fragge (19), den Linksaußen Jane Martens (19) und Laura Kannegießer (20) sowie Rechtsaußen Lina Genz (19) die Riege der Hochbegabten.

21,1 Jahre im Schnitt

„Ja, wir werden immer jünger. Das heißt aber nicht, dass wir die Spiele nicht gewinnen können. Die vielen Talente haben eine super Entwicklung gemacht, und das ganze Team hat noch viel Luft nach oben“, sagt Bötel. So ist sehr gut vorstellbar, dass der VfL in Steffen (Kreis/Rückraum) und Fragge künftig den jüngsten Innenblock der Liga stellt.

In jedem Fall wird Oldenburg ab September mit einem Durchschnittsalter von gerade einmal 21,1 Jahren die wohl jüngste Bundesligamannschaft aufbieten. Ein Kader, der wieder mit dem Ziel antritt, schnell die Klasse zu sichern und sich nicht allzu häufig nassmachen zu lassen.

Otto-Ulrich Bals Autor
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