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NWZonline.de Sport Handball

Ex-Nationalspielerin aus Oldenburg leistet Starthilfe

12.06.2018

Oldenburg /Rastede Der Neuanfang ist geglückt. Die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Frauen hat sich nach der Schmach bei der WM im eigenen Land (Platz 12) souverän für die kommende Europameisterschaft in Frankreich (29. November bis 16. Dezember) qualifiziert. Heike Horstmann will das nicht überbewerten. „Die Arbeit ist noch lange nicht beendet. Sie hat gerade erst begonnen“, sagt die Co-Trainerin der DHB-Auswahl vor der EM-Gruppenauslosung an diesem Dienstag.

Phase 1 gelungen

Die Oldenburger Ex-Nationalspielerin und Bundestrainer Henk Groener haben die Mannschaft des Deutschen Handballbundes (DHB) erst im Februar übernommen. Der Rücktritt von zehn Spielerinnen – neun unmittelbar nach der WM, Spielmacherin Anna Loerper nach erfolgter EM-Qualifikation – muss seitdem kompensiert werden. „Vor diesem Hintergrund kann man sagen: Wir sind auf einem guten Weg. Phase 1 ist schon mal gelungen“, sagt Horstmann, die zehn Jahre nach ihrer ersten Tätigkeit als Co-Trainerin (2005 bis 2008) ein ebenso mutiges wie erfolgreiches Comeback feierte.

Groener (57) und Horstmann (46) sollen das DHB-Team zu den Olympischen Sommerspielen nach Tokio 2020 führen. Dazu wurde die Mannschaft radikal verjüngt. Aktuell steht nur eine Spielerin im Kader, die die 30 schon überschritten hat: Angie Geschke vom VfL Oldenburg.

„Henk setzt großes Vertrauen in die jungen Spielerinnen und gewährt ihnen viele Freiheiten. Das Schlüsselwort dazu lautet: Eigenverantwortung“, erläutert Horstmann die Philosophie des Bundestrainers. So sollen die Spielerinnen nicht mehr nach Schema F agieren, sondern sich ganz individuell auf ihren Sport vorbereiten.

Bildlich gesprochen: Geschke und Co. sollen nicht darauf warten, dass der Bus sie abholt, sondern selbst aktiv werden. „Jede Spielerin muss sich sagen: Das ist mein Körper, mein Handballleben, also muss ich entscheiden und erkennen, wie ich das Beste daraus mache“, erklärt Horstmann.

Diese mentale Neuausrichtung, dieser Wandel in der Trainingsmethodik kommt bei der jungen Generation gut an. „Die Mädels haben das super angenommen. Sie spüren den frischen Wind, und man sieht auch, dass die Mannschaft langsam zusammenwächst“, sagt Ex-Nationalspieler Horstmann (168 Länderspiele). Letzteres gilt im Übrigen auch für sie und Groener.

Der neue Bundestrainer und Horstmann hatten zuvor noch nie zusammengearbeitet und kannten sich lediglich aus der Trainerausbildung. Nach „einer kurzen Beschnupperungsphase“ war schnell klar: Das passt, und so werden die Inhalte des Trainings wie auch die Kaderbildung in enger Absprache vorgenommen.

Alle mitnehmen

„Diese neuformierte Nationalmannschaft hat einfach ein Riesenpotenzial. Und diesen Kader zu einem Team mit Perspektive zusammenzuführen, ist eine hochinteressante Aufgabe“, sagen beide unisono. Dass dabei noch nicht alles rundlaufen kann, hat die letzte Länderspielmaßnahme gezeigt. Als das Team den Spielort von Gummersbach nach München wechseln musste und mit dem Mannschaftsbus auf der Autobahn gerade Richtung Süden unterwegs war, schreckte die DHB-Crew kurz zusammen.

Ein ganz wichtiger Mann war nicht an Bord. Bei einer kurzen Kaffeepause war der Video-Analyst an der Raststätte zurückgeblieben. „Also musste der Bus an der nächsten Abfahrt raus und zurückfahren“, schildert Horstmann den kleinen, symbolträchtigen Zwischenfall. Denn auch das ist klar: Beim Neustart der deutschen Nationalmannschaft will das Trainerteam alle mitnehmen.

Otto-Ulrich Bals
Redaktionsleitung
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2030

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