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NWZonline.de Sport Handball

VfL-Handballerinnen bauen Rückraum komplett um

21.03.2018

Oldenburg Nun also doch! Die Vermutung machte schon seit mehreren Wochen die Runde, seit Dienstagmittag ist es amtlich: Nach Malene Staal wird auch Simone Spur Petersen den Handball-Bundesligisten VfL Oldenburg nach nur einem Jahr wieder verlassen. Die Dänin und der Tabellenzehnte haben den ursprünglich bis 2019 datierten Vertrag „im beidseitigen Einvernehmen mit Wirkung zum 30.6. 2018 aufgelöst“, bestätigte Peter Görgen, Geschäftsführer der VfL-Bundesliga-GmbH, die nicht ganz unerwartete vorzeitige Trennung von der dänischen Rückraumspielerin.

Nägel mit Köpfen

Dass der dreimalige deutsche Pokalsieger im gleichen Atemzug die Neuverpflichtung der österreichischen Nationalspielerin Kristina Logvin (35 Länderspiele) bekannt gab, passt zudem ins Gesamtbild. Nach nur einer Spielzeit als Chefcoach ist Niels Bötel mit seinem Trainerstab offensichtlich zu der Erkenntnis gekommen, den Rückraum grundsätzlich neu aufstellen zu müssen. Bis auf Nationalspielerin Angie Geschke erfüllten die anderen Spielerinnen aus den verschiedensten Gründen nur selten einmal höhere Bundesligaansprüche.

Da Julia Wenzl ihr Karriereende bekanntgab, Staal weg wollte und Spur Petersen ebenfalls mehrmals Wechselambitionen geäußert hatte, machten die VfL-Verantwortlichen jetzt Nägel mit Köpfen. Bestätigt haben dürfte sie bei ihren Überlegungen auch die letzten Bundesliga-Auftritte der VfL-Frauen. Denn war Torjägerin Geschke (151 Saisontreffer) nicht hundertprozentig fit oder in Bestform, krankte das Oldenburger Spiel speziell auch im Rückraum.

Bekannte Mutter

So gesehen ist den Oldenburgern mit der Verpflichtung der 22-jährigen Logvin ein Coup gelungen. Die Spielmacherin, Tochter der früheren Weltklasse-Handballerin Tatjana Logvin (Hypo Niederösterreich), trug zwischen 2013 und 2015 das Trikot von Bayer Leverkusen, wurde mit den Werkselfen deutsche A-Jugendmeisterin, und hat schon in jungen Jahren viel internationale Erfahrung sammeln können.

Logvin spielt aktuell beim norwegischen Erstligisten Molde HK. Zuvor hatte die Rückraumspielerin schon bei renommierten Clubs in Spanien (Granollers) und Dänemark (Aalborg) unter Vertrag gestanden. Beim VfL unterschrieb die Rechtshänderin einen Vertrag bis 2020.

„Ich habe sehr viel Gutes über den VfL gehört. Sowohl von meinem Nationaltrainer Herbert Müller als auch von Spielerinnen, die in Oldenburg gespielt haben. Beim VfL habe ich die Möglichkeit mich weiterzuentwickeln“, will die 22-Jährige bei den Grün-Weißen einen weiteren Karriereschritt unternehmen.

Lob von Bötel

Ihr neuer Coach ist voll des Lobes: „Kristina konnte in ihren jungen Jahren bereits in verschiedenen Ligen Erfahrungen sammeln. Sie besticht als Rückraummitte durch ihr Entscheidungsverhalten im Angriff und ihren Spielwitz“, kommentierte Bötel die neue Personalie. Zusammen mit Geschke, der wiedergenesenen Isabelle Jongenelen sowie den beiden Zugängen Helena Egelund Mikkelsen (Union Halle-Neustadt) und Myrthe Schoenaker (København Håndbold) soll die junge Österreicherin dem VfL-Rückraum in der kommenden Saison zu neuer Durchschlagskraft verhelfen.

Damit sollte der Umbau im Rückraum abgeschlossen sein.

Otto-Ulrich Bals
Redaktionsleitung
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2030

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