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NWZonline.de Sport Handball

Auf VfL-Handballerinnen wartet Schwerstarbeit

05.09.2019

Oldenburg Ohne Wenn und Aber: Die Handballerinnen des VfL Oldenburg blicken einer schwierigen Spielzeit entgegen. Wirtschaftlich ohnehin im unteren Drittel der Bundesliga angesiedelt, beklagen die VfL-Frauen zum Auftakt an diesem Sonntag gegen Borussia Dortmund (16.30 Uhr, kleine Arena) den Ausfall von etlichen Stammkräften. Und der Spielplan meint es auch nicht gut mit dem Team von Trainer Niels Bötel. Die neuformierte, junge VfL-Mannschaft wird im ersten Drittel der neuen Spielzeit nur auf wenige Gegner treffen, gegen die Julia Renner und Co. zu leichten Punktgewinnen kommen können. Wenn überhaupt.

Auch Bötel, der im Vorjahr in der 14er-Liga noch einen einstelligen Tabellenplatz avisiert hatte, gibt sich diesmal zurückhaltender: „Ich glaube, wir sind nicht in der Lage, uns diesen von Beginn an als Ziel zu setzen. Wenn es im Laufe der Saison tatsächlich in diese Richtung ginge, wäre dies für uns eine riesige Sache.“ Das Startprogramm (Dortmund, in Thüringen, in Neckarsulm, in Buxtehude, Bietigheim) hat es in sich, und es muss sich zeigen, wie das Team mit den zu erwartenden Rückschlägen umgeht.

Bötel geht ins dritte Jahr

Den VfL-Frauen fehlen, so der Eindruck nach der achtwöchigen Vorbereitung, über 60 Minuten betrachtet einfach noch die Konstanz und Automatismen. „Dass wir bei einigen Begegnungen Lehrgeld zahlen werden, sollte klar sein“, nimmt dann auch Peter Görgen, Geschäftsführer der Bundesliga GmbH, ein wenig Druck von Trainer und Mannschaft. An Teamgeist und Leidenschaft soll es aber nicht fehlen, so Görgen.

Trainer Bötel hofft insgeheim sicher auf die eine oder andere Überraschung, schlussendlich wäre es aber keine Überraschung, wenn der VfL mit Teams wie Bad Wildungen oder Bensheim um die Plätze ab Rang zehn streitet. „Klar, wir brauchen noch ein wenig Zeit, aber wenn wir die Ruhe bewahren und konzentriert weiter arbeiten, sollten wir auch diese dritte Phase der Neustrukturierung gut bestehen“, weiß Trainer Niels Bötel um die Aufgabenstellung, die er mit seinem Dienstantritt 2017 zu stemmen hat.

Peu à Peu wurde das Team in Oldenburg nach der Erfolgs-Ära von Leszek Krowicki (2005 bis 2017) umgebaut und verjüngt – man kann auch sagen: verbilligt. Nicht zuletzt auch wirtschaftliche Zwänge (u.a. geordneter Rückzug des langjährigen Hauptsponsors EWE) führten zu einer nahezu völligen Neuorientierung. Heute verfügt die neuformierte Mannschaft über ein Durchschnittsalter von gerade einmal 22,7 Jahren, nachdem im Sommer auch die letzten langjährigen Stammspielerinnen Angie Geschke, Kim Birke, Isabelle Jongenelen und Cara Hartstock ersetzt werden mussten.

Wichtiger Zugang gleich verletzt

Aus dem eigenen Nachwuchs rückten Marie Steffen (Kreis) und Laura Kannegießer (Linksaußen) in den Bundesligakader auf. Das Torfrauen-Talent Nele Reese vom Drittligisten SV Henstedt-Ulzburg ersetzt die Ungarin Annamária Ferenczi. Als „echte“ Neuverpflichtungen mit größerer Erstligaerfahrung dürfen somit nur die neue Kreisläuferin Carina Aselmeyer (Spono Eagles Nottwil) und Rückraumspielerin Kathrin Pichlmeier vom Bundesliga-Konkurrenten Blomberg bezeichnet werden.

Aselmeyer und Pichlmeier sollten dann nach dem Ausfall der als Abwehrchefin vorgesehenen Lisa-Marie Fragge (Hüft-Operation) auch gleich als Verstärkungen gefordert sein. Dumm nur, dass sich in Pichlmeier (Sehnenverletzung am Daumen) und Malene Staal (Schulterverletzung) gleich zwei weitere Spielerinnen zum Ende der Vorbereitung verletzt haben. Diese Ausfälle schmerzen, fehlen Bötel nun doch für einige Wochen und Monate drei feste Größen. Bötels leise Hoffnung: „Wir hoffen, dass Lisa im Laufe der Saison wieder dazukommt.“

Bis dahin allerdings müssen es die anderen richten. Und so arbeitete Bötel in der Vorbereitung mit Hochdruck daran, zunächst einmal eine solide 6:0-Deckung auf die Beine zu stellen. „Diese dummen Verletzungen trüben natürlich eine insgesamt gut verlaufene Vorbereitung. Die Mädels haben toll gearbeitet“, ärgert sich Bötel. Denn so viel steht fest: Die VfL-Frauen wollen in keinem Fall etwas mit dem Abstiegskampf zu tun bekommen.

Grafik als PDF.

Otto-Ulrich Bals Autor
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