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Aktualisiert vor 7 Minuten.

Unfall In Oldenburg
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NWZonline.de Sport Handball

Oldenburgerinnen liegt Außenseiterrolle

16.05.2018

Oldenburg /Stuttgart Oldenburg weiß, wie es geht. Wenn am Pfingst-Wochenende die deutsche Pokal-Endrunde „Final Four“ in Stuttgart ausgespielt wird, sollte man die Handballerinnen des VfL auf der Rechnung haben. Sie sind Außenseiterinnen und Spezialistinnen in einem. Weder die SG Bietigheim und die TuS Metzingen noch Oldenburgs Halbfinalgegner an diesem Samstag (15 Uhr), die HSG Bad Wildungen, können auf eine derartige Erfolgsgeschichte verweisen wie die grün-weißen Underdogs. Bereits sechsmal stand der VfL in einem Finale (1981, 1989, 2002, 2009, 2012, 2015), wurde dreimal deutscher Pokalsieger (1981, 2009, 2012) und qualifizierte sich zudem schon fünfmal für das 1994 eingeführte „Final Four“ (2002, 2006, 2009, 2012, 2015).

Sensationeller Triumph

Den Pokal in die Höhe strecken durften die VfL-Frauen zuletzt Ende April 2012 in Göppingen. Der Außenseiter hatte es allen gezeigt. Im Halbfinale wurde der damals übermächtige HC Leipzig in einem hochdramatischen Spiel mit 36:34 niedergerungen. Euphorisiert von diesem Coup ließ das Team von Erfolgstrainer Leszek Krowicki auch Bayer Leverkusen beim 35:30 im Endspiel keine Chance. In Julia Renner, Kim Birke, Julia Wenzl, Angie Geschke und Jennifer Winter stehen noch fünf Pokal-Heldinnen im aktuellen VfL-Aufgebot für Stuttgart.

Die letzte Final-Four-Teilnahme der Oldenburgerinnen datiert aus dem Mai 2015. Und auch in Hamburg landete das Team einen Paukenschlag, als es im Halbfinale überraschend den Topfavoriten Thüringer HC mit 28:27 ausschaltete. Im Endspiel kam es zum hart umkämpften Nordderby gegen den Buxtehuder SV. Die Alsterdorfer Sporthalle stand Kopf. Beide Teams lieferten sich einen offenen Schlagabtausch – mit dem glücklicheren Ende für den BSV, der mit dem äußerst knappen 30:28-Erfolg seinen ersten nationalen Titel gewinnen konnte. Aus dem aktuellen VfL-Kader dabei: Renner, Geschke, Birke, Wenzl, Jenny Behrend und Cara Hartstock.

Sechs Jahre zuvor hatten die VfL-Frauen bei ihrer dritten Final-Four-Teilnahme die Endrunde erstmals als Siegerinnen beendet. Am 4. April 2009 im sächsischen Riesa hieß der Halbfinalgegner Frisch Auf Göppingen. Der 26:21-Erfolg ebnete den Weg ins Endspiel, wo tags darauf keine Geringere wartete als die damalige Übermannschaft des 1. FC Nürnberg mit Trainerfuchs Herbert Müller.

Wieder befand sich der VfL in der Außenseiterrolle, wieder gelang die Sensation. Mit 28:23 wurde zum zweiten Mal nach 1981 der DHB-Pokal geholt und ratlose Nürnbergerinnen zurückgelassen.

Damals im VfL-Kader: Renner, Birke, Wenzl, Geschke.

Die Initialzündung 1981

Am Anfang aller Oldenburger Pokalträume aber steht das Jahr 1981. Gerade in die Bundesliga aufgestiegen, feierten die Grün-Weißen vor 37 Jahren ihren ersten nationalen Titelgewinn. In zwei Endspielen (11:18 und 15:8) wurde der damalige Nordrivale Holstein Kiel bezwungen. Der 81er-Pokaltriumph darf im Nachhinein als eine Art Initialzündung verstanden werden. Denn Oldenburg nimmt seitdem einen festen Platz auf der deutschen Handball-Landkarte ein. Schon 1989 standen die VfL-Frauen wieder im Pokalfinale. Diesmal allerdings zogen sie in zwei Duellen gegen den Favoriten TV Lützellinden (21:21 und 20:28) den Kürzeren.

Danach dauerte es 13 Jahre, bis sich ein Team des VfL wieder bis in ein Endspiel durchkämpfen konnte. 2002 qualifizierten sich die Oldenburgerinnen erstmals für das inzwischen eingeführte Final Four. Das Endturnier mit Halbfinale und Finale wurde in Riesa ausgetragen – und die VfL-Frauen starteten durch bis ins Endspiel, scheiterten dann aber knapp mit 27:29 an Rekordsieger Bayer Leverkusen. 2006 ging es wieder nach Riesa. Diesmal blieb für die Oldenburgerinnen aber nur Platz vier. Nur drei Jahre später machte es der VfL mit dem zweiten Pokalsieg besser.

Auch jetzt Außenseiter

„Diese Erfolgsstory würden wir gern fortschreiben“, sagt VfL-Chefcoach Niels Bötel, der mit dem kleinsten Kader aller Final-Four-Teilnehmer auskommen muss. Nationaltorfrau Madita Kohorst, Isabelle Jongenelen (beide Kreuzbandverletzungen) und Jane Martens (Schultereckgelenksprengung) fallen definitiv aus. Ein Fragezeichen steht zudem noch hinter dem Einsatz von Simone Spur Petersen (Schulterverletzung).

Damit nimmt der VfL Oldenburg auch 2018 in Stuttgart wieder die Außenseiterrolle ein. Eine Position, die der Club nur zu gern für sich ausnutzt.

Otto-Ulrich Bals
Redaktionsleitung
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2030
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