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NWZonline.de Sport Handball

Wenn die Tochter gegen ihre Mutter um Punkte spielt

08.09.2018

Oldenburg Ob man ihr das tatsächlich glauben kann? „Handball ist bei uns zuhause nicht so das Thema. Deshalb haben wir uns auch nicht über das Spiel unterhalten“, sagt Kristina Logvin. Die neue Spielmacherin des VfL Oldenburg spricht dabei über ihre Mutter Tanja – frühere Weltklasse-Handballerin und inzwischen Trainerin bei Union Halle-Neustadt. Das Besondere? Tochter und Mutter sind an diesem Samstag (18 Uhr) Gegner, wenn der VfL beim Aufsteiger aus Sachsen-Anhalt in die neue Bundesliga-Saison startet.

„Es ist natürlich schon etwas Besonderes, wenn auf der anderen Bank die Mutter sitzt“, wagt sich Kristina dann doch etwas aus der verbalen Reserve. Dass die 23-Jährige also ausgerechnet gegen ihre Mutter Tanja (44), die in ihrer aktiven Laufbahn insgesamt fast zehn Jahre lang für den österreichischen Champions-League-Seriensieger Hypo Niederösterreich auf dem Parkett stand, ihr erstes Saisonspiel für den VfL bestreitet, dürfte bei der Spielplanvorstellung doch zumindest für einen kurzen Austausch gesorgt haben.

Ende der 90er Jahre stand der Name Tanja Logvin untrennbar mit den großen Erfolgen von Hypo verbunden. Die in der Ukraine geborene Rückraumspielerin kam zudem auf 107 Länderspiele für ihre Wahlheimat Österreich, erzielte in dieser Zeit 820 Tore. Auch für die Trainerin ist es ein Neustart, nach relativ kurzen Amtszeiten bei HL Buchholz-Rosengarten und der Neckarsulmer SU hat sie im Sommer beim Aufsteiger übernommen.

„Wir werden mal sehen, was in Halle auf uns zukommt. Es ist auf jeden Fall kein angenehmer Gegner für das erste Saisonspiel“, hat Kristina Logvin Respekt vor dem Team ihrer Mutter. Damit dürfte sie bei ihrem Trainer Niels Bötel ein offenes Ohr finden. „Dort herrscht natürlich eine riesige Euphorie nach dem Aufstieg. Außerdem haben die ein super Publikum in einer super Halle“, sagt der Coach. Der Gegner habe sich gut verstärkt. „Wir werden alles geben und 60 Minuten kämpfen müssen“, sagt der VfL-Trainer, der neben Jane Martens eventuell auch auf Ann Kristin Roller verzichten muss. Die Kreisläuferin hatte sich bei der 23:35-Niederlage im Supercup gegen den Thüringer HC am Rücken verletzt.

Wäre es indes nach Mutter Tanja gegangen, hätte Tochter Kristina den Weg als Handballspielerin gar nicht erst eingeschlagen. „Sie hatte die Befürchtung, dass ihr großer Name zu viel Druck für mich sein könnte“, berichtet die Spielmacherin, die ebenfalls bereits auf 37 Länderspiele für Österreich kommt und die in Deutschland bereits von 2013 bis 2015 für Bayer Leverkusen aufgelaufen war.

Jetzt kehrt sie mit dem VfL in die Bundesliga zurück. Und egal, wie es ausgeht: Über das Spiel unterhalten werden sich Mutter und Tochter Logvin am Samstag in jedem Fall.

Lars Blancke
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2033

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