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NWZonline.de Sport Handball

Vfl-Torwarttalent Neuendorff: Auf starkes Bundesliga-Debüt mit 16 Jahren folgt Dopingkontrolle

04.02.2020

Oldenburg Es gibt Momente im Leben eines Sportlers, die er nie vergisst. Gesa Neuendorff hat einen davon schon in ganz jungen Jahren erleben dürfen. Den Augenblick, als sie am Sonntag gegen 16.45 Uhr im Bundesliga-Heimspiel gegen Mainz 05 (38:32) eingewechselt wurde, wird die Handballerin des VfL Oldenburg jedenfalls nicht so schnell vergessen.

„Ich war total überrascht. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet“, versuchte die noch lange nach Spielschluss merklich aufgewühlte 16-Jährige im Kreis ihrer nicht minder hibbeligen Freundinnen ihre Gefühle in Worte zu fassen. „Huch, Moment mal. Ich bin noch nicht erfahren im Umgang mit der Presse“, entschuldigte die Oldenburger Matchwinnerin ihre wilde Wortsucherei.

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8:11 hatte es aus Sicht des VfL nach 14 Minuten vor 1235 Zuschauern in der kleinen EWE-Arena gestanden, als Trainer Niels Bötel eine Auszeit nahm. Kurzerhand setzte er die sich mit Rückenschmerzen plagende Nummer eins Julia Renner (32) auf die Bank und die erst 16-jährige Nachwuchskeeperin statt der ebenfalls einsatzbereiten älteren Alexandra Meyer (25) ins Oldenburger Tor. „Die Mannschaft spürte nach den letzten Niederlagen einen mächtigen Druck. Wir waren viel zu verkrampft. Da habe ich auf Gesas Unbekümmertheit gesetzt“, erklärte Bötel später seine auf den ersten Blick überraschende Personalentscheidung.

Fünf Minuten später hatte Bötel alles richtig gemacht. Neuendorff, die tags zuvor in der Bundesliga-Nachwuchsrunde beim 26:25-Erfolg gegen den TV Aldekerk am Niederrhein das „Oldenburger Tor zugenagelte hatte“ (Trainer Andreas Lampe), griff nach zwei weiteren Gegentoren beherzt zu und gab den VfL-Frauen mit zwei ganz wichtigen Glanzparaden den entscheidenden Impuls, das drohende Stimmungstief zu überwinden.

„Sie war da, als sie gebraucht wurde“, freute sich auf der Bank die doppelt so alte Oldenburger Kapitänin Julia Renner, die der jungen Kollegin im Training stets mit Rat und Tat zur Seite steht. Offiziell war es für Neuendorff der zweite Bundesligaeinsatz, saß sie beim Auswärtsspiel in Neckarsulm doch schon einmal auf der VfL-Bank, ohne aber zum Einsatz gekommen zu sein.

Gegen Mainz war sie gleich doppelt gefordert. Denn nach Spielschluss wollte es das Los, dass ausgerechnet die jüngste im Oldenburger Team zur Dopingkontrolle bestellt wurde. Da saß nun noch weit nach Spielende die aufgekratzte Gesa – und freute sich wohl besonders, dank der Winterferien nicht am Montagmorgen wieder vollkonzentriert am Unterricht am Cäciliengymnasium in Oldenburg teilnehmen zu müssen.

Otto-Ulrich Bals Autor
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