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NWZonline.de Sport Handball

Special Olympics: Oldenburger Studenten beraten behinderte Sportler

19.05.2010

OLDENBURG Sportler genießen im Allgemeinen eine umfassende medizinische Betreuung. Für Profis gilt das uneingeschränkt, aber mittlerweile auch für viele Amateure und Breitensportler. Anders ist die Situation offenbar bei Athleten mit geistiger Behinderung. „Sie haben oft Probleme, ihren gesundheitlichen Zustand zu beurteilen und zu beschreiben und somit einen erschwerten Zugang zu ärztlichen Leistungen“, sagt Professor Joachim Meyer-Holz, Lehrbeauftragter für Sportmedizin an der Universität Oldenburg. Umgekehrt seien auch viele Ärzte nicht auf diese Patientengruppe vorbereitet.

Gelegenheit, Berührungsängste abzubauen, besteht bei den 7. nationalen „Special Olympics“, die vom 14. bis 19. Juni in Bremen stattfinden. Rund 4500 Athleten mit geistiger Behinderung nehmen an den Titelkämpfen in 20 Sportarten teil. Eine 30-köpfige von Meyer-Holz und dem Sonderpädagogen Professor Peter Sehrbrock betreute Gruppe der Uni Oldenburg wird den Sportlern in den Wettkampfpausen Tipps geben. „Abhängig von ihren individuellen Bedürfnissen beraten wir die Athleten, wie sie sich gesund ernähren sowie Ausdauer und Beweglichkeit steigern können“, erzählt Studentin Dörte Krebs.

„Health Spot“ heißt diese aus den USA stammende Idee. Die Oldenburger sind die Ersten, die sie bei einer Veranstaltung in Europa anwenden und damit das Special-Olympics-Gesundheitsprogramm (Healthy Athletes) mit seinen kostenlosen und umfassenden Untersuchungen unterstützen.

Den Sport- und Sonderpädagogikstudenten, die zu den rund 300 freiwilligen Helfern in diesem Bereich zählen, wird die Aufgabe trotz intensiver Vorbereitung einiges abverlangen, weiß Dörte Krebs: „Die meisten von uns arbeiten erstmals mit Menschen mit geistiger Behinderung“, berichtet sie.

„Mit ihrem Beratungsangebot betreten die Studenten völliges Neuland und sammeln dabei wichtige Erfahrungen, womöglich auch für ihre spätere Berufspraxis“, lobt Joachim Meyer-Holz das Engagement. So soll das – auf Sponsoren angewiesene – Oldenburger Projekt auch nach den „National Games“ fortgesetzt werden. Der angehende Sonderpädagoge Timo Koehler zum Beispiel baut derzeit in Edewecht an der Astrid-Lindgren-Förderschule ein Handball-Team auf.

An den Special-Olympics-Wettkämpfen nehmen Sportler mit angeborener oder frühkindlich erworbener geistiger Behinderung teil. Nach Angaben der Organisation Special Olympics Deutschland (SOD) leben in der Bundesrepublik etwa 480 000 Menschen mit geistiger oder Lernbehinderung.

Sie tragen den Angaben zufolge ein 40 Prozent höheres Risiko für Beeinträchtigungen wie Übergewicht, unbehandelte Hör- und Sehschwäche oder Zahnprobleme. „Trotz aller Probleme kommen die Sportler unter ihnen meist besser zurecht, da Sport die persönliche Entwicklung fördert“, sagt Dr. Imke Kaschke, Koordinatorin des SOD-Gesundheitsprogramms.

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