Wilhelmshaven - Nach zuvor sieben Siegen in Folge haben die Handballer des Wilhelmshavener HV erstmals wieder den Kürzeren in der Zweiten Bundesliga gezogen. Ausgerechnet vor heimischer Kulisse unterlag die Mannschaft von Trainer Christian Köhrmann dem bis dahin auswärtsschwachen Tabellennachbarn EHV Aue mit 23:28 (12:16).

Die Gäste aus dem Erzgebirge hatten einen tollen Start hingelegt – führten mit 4:2 (7. Minute) und 7:4 (13.). Wenig später reagierte Köhrmann mit einer Team-Auszeit und einem Torwarttausch auf Markus Bokesch. Doch weil die Jadestädter einige klare Chancen ausließen und mit der 5:1-Gästedeckung gar nicht zurechtkamen, dominierten die Sachsen die Partie weiter.

Nach dem Seitenwechsel dasselbe Bild: Über Zwischenstände von 14:19 (35.) und 16:23 (45.) gerieten die Gastgeber immer mehr in Rückstand. Köhrmanns Auszeit beim 19:27 (53.) und eine Umstellung der Deckung auf ein offensives 4:2-System sollte noch einen Umschwung bewirken. Doch zu groß war der Kräfteverschleiß nach einer Woche mit zahlreichen Grippekranken und dem kräftezehrenden Freitagspiel in Henstedt (34:33).

Während Aues Trainer Runar Sigtryggsson von „einem Riesenspiel“ seiner Mannen sprach, war Köhrmann enttäuscht: „Es war eine auch in der Höhe absolut verdiente Niederlage – für uns war diesmal leider nicht viel drin.“

Wilhelmshavener HV: Bokesch (4 Paraden), Weiner (10/3 Siebenmeter) – Maas 1, Warnecke (n.e.), Lehmann (n.e.), Kalafut 1, Vorontsov 3/3, S. Köhler, Barkow, Mertens 1, J. Köhler, O. Köhrmann 2, Kozul 1, Schwolow 4, Drechsler 10.