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NWZonline.de Sport Handball

Alltag beginnt in dieser Woche

04.02.2019

Stuttgart Im schicken Smoking, mit Fliege und blitzenden Lackschuhen, gab Christian Prokop auch beim letzten Termin seiner Marathonwoche eine gute Figur ab. Nach dem Schaulaufen der deutschen Handballer in Stuttgart am Freitag standen für den Bundestrainer am Samstag noch der Ball des Sports und schließlich ein Auftritt im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF auf dem Programm. Eine Terminballung, die der 40-Jährige durch das „Handball-Hamsterrad“ bestens kennt.

„Ende der kommenden Woche wird hoffentlich die Entspannung kommen, wenn ich mit der Familie endlich eine Woche Ferien mache“, sagte Prokop nach dem All Star Game zwischen dem WM-Vierten und einer hochkarätigen Bundesliga-Auswahl (39:42). Der Winter-Kurzurlaub dürfte angesichts der Anforderungen in den vergangenen Wochen zwar nicht ausreichen, doch Prokops Schützlinge können selbst von ein wenig Erholung nur träumen.

„Wir haben uns drei Tage nicht gesehen, da vermisst man sich schon“, scherzte Patrick Wiencek, doch dann wurde der Kreisläufer des THW Kiel trotz der Partystimmung unter den 6200 Fans in der ausverkauften Arena in Stuttgart schnell wieder ernst: „Man ist tatsächlich ein bisschen leer im Kopf. Das wird schon schwierig.“

Auf was Wiencek anspielte, ist die rasche Rückkehr der Nationalspieler in den Alltag. Schon an diesem Donnerstag geht die Bundesliga weiter, bereits an diesem Mittwoch stehen Europacup-Partien auf dem Programm. Selbst bis zum nächsten Länderspiel am 9. März gegen die Schweiz ist es nicht mehr allzu lange hin.

Das Dauerthema Belastung wurde in Stuttgart deshalb auch hinter verschlossenen Türen erörtert. Die Kapitäne der Clubs trafen sich mit dem Mannschaftsrat des Nationalteams. „Die Spieler haben geäußert, wann sie lieber spielen und wann sie lieber eine längere Pause machen wollen. Das war insgesamt eine sehr gute Diskussionsrunde“, sagte Bob Hanning, Vizepräsident des Deutschen Handballbundes (DHB).

Diskutiert wurde auch, wie der Schwung der Heim-WM mit in die Liga genommen werden kann. Zu diesem Zweck trafen sich die Trainer, Sportchefs und Geschäftsführer der Bundesliga sowie der 2. Liga. Für den dänischen Weltmeister-Coach Nikolaj Jacobsen von den Rhein-Neckar Löwen sind allerdings alle möglichen Maßnahmen durch den „Faktor Fußball“ limitiert. „Im Grunde wollen alle Topspieler in der Bundesliga spielen. Aber Deutschland hat das Riesenproblem, dass der Fußball so populär ist und alles dominiert“, sagte der Coach. Dass Nationalmannschafts-Kapitän Uwe Gensheimer, der neben Prokop im Sportstudio saß, im Sommer aus Paris zum Jacobsen-Club zurückkehrt, ist für Prokop ein positives Zeichen: „Wir freuen uns über jeden, der dieser tollen Liga noch mehr Attraktivität verleiht.“

Wie die Nationalmannschaft noch attraktiver und vor allem erfolgreicher spielen kann, will Prokop nach seinem Urlaub ergründen. Anfang März wird der Trainer seine WM-Analyse der DHB-Spitze um Sportvorstand Axel Kromer vorlegen.

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