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NWZonline.de Sport Handball

Nationalteam: Nach dem Urlaub folgt das Aus

07.02.2020

Stuttgart Die Nachricht von seinem überraschenden Aus als Handball-Bundestrainer traf Christian Prokop völlig unvorbereitet. Nach einem kurzen Urlaub beschäftigte sich der 41-Jährige schon mit einer ersten Nachbereitung der Europameisterschaft, als er von den Bossen des Deutschen Handballbundes (DHB) über das Ende informiert wurde. Nachfolger wird der frühere Kieler Erfolgscoach Alfred Gislason, wie der DHB am Donnerstag mitteilte. „Wir haben diese schwere Entscheidung nach reichlicher Abwägung und einer ganzheitlichen Analyse aus Verantwortung für den deutschen Handball getroffen“, sagte DHB-Präsident Andreas Michelmann.

Eine erfolgreiche Zukunft mit der Nationalmannschaft traute der DHB Prokop elf Tage nach der EM nicht mehr zu. Nach dem fünften Platz war die DHB-Auswahl zum vierten Mal in Serie bei einem Großereignis ohne Medaille geblieben. Mit dem Isländer Gislason soll sich das künftig wieder ändern, der 60-Jährige erhielt einen Vertrag bis einschließlich der EM 2022. Er wird schon an diesem Freitag (11.30 Uhr) in einem Flughafenhotel in Hannover vorgestellt. Für die kurzfristigen Ziele sei aus DHB-Sicht ein neuer Impuls nötig, sagte Michelmann weiter.

„Alfred Gislason steht aufgrund seiner langjährigen Erfahrung und Erfolge für einen solchen Impuls und bringt frische Energie in die Nationalmannschaft.“ Oberste Priorität hat für den Verband die Qualifikation für die Olympischen Spiele im kommenden Sommer in Tokio. Vom 17. bis 19. April muss die deutsche Mannschaft in Berlin ein Qualifikationsturnier gegen Schweden, Slowenien und Algerien bestreiten. Die ersten beiden Teams qualifizieren sich für die Spiele in Japan – offensichtlich fehlte dem DHB nun der Glaube daran, dass Prokop dies gelingen kann.

Der Sinneswandel kommt überraschend. Noch während der vergangenen Europameisterschaft hatte DHB-Sportvorstand Axel Kromer Prokop das Vertrauen ausgesprochen. „Wir als Verbandsführung wollen klarstellen, dass es intern nie eine Diskussion darüber gab, mit welchem Trainer wir künftig die Nationalmannschaft prägen wollen. Wir werden natürlich mit Christian in Richtung Olympia gehen und die Sommerspiele anpeilen“, hatte Kromer noch am 21. Januar in Wien gesagt.

Schon während des Turniers hatte es immer wieder, insbesondere von Ex-Nationalspielern, Kritik an Prokop gegeben. Der frühere Welthandballer Daniel Stephan etwa meinte, dass Prokop „nicht der richtige Trainer für diese Mannschaft“ sei. Der 2007er-Weltmeister Christian Schwarzer kritisierte den Verband, den vergleichsweise unerfahrenen Prokop Anfang 2017 verpflichtet zu haben.

Mit seiner Erfahrung soll stattdessen Gislason die Auswahl zu den Olympischen Spielen führen. Der ehemalige Bundesliga-Spieler hatte bis zum vergangenen Sommer den THW Kiel trainiert, mit dem er während seiner elf Jahre als Coach etliche Titel gewonnen hatte. Sein Debüt wird der Isländer am 13. März in einem Testspiel gegen die Niederlande geben.

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