VAREL - Peter Kalafut ist um seine Aufgabe nicht zu beneiden. Der Trainer der Zweitliga-Handballer der HSG Varel muss nach zwei Auftaktniederlagen nun auch für längere Zeit auf seinen Leistungsträger Vaidas Dilkas verzichten. Das trübt natürlich die Stimmung vor dem Derby gegen den VfL Edewecht an diesem Sonnabend (19.30 Uhr) in der Manfred-Schmidt-Sporthalle in Altjührden.

Entspannt blickt VfL-Trainer Arek Blacha auf das Duell gegen den Verein, für den er mehr als zehn Jahre im Einsatz war: „Ich spüre keinen Druck, wir sind schließlich nicht die Favoriten.“ Die Mannschaft habe sich intensiv auf das Derby vorbereitet: „Wir wissen alles über Varel, doch umgekehrt ist es wohl auch so.“ Die Taktik und die Tagesform seien wohl entscheidend. Personelle Sorgen hat der 39-Jährige nicht: „Bei uns ist alles gesund, da gibt es keine Probleme.“ Blacha stellt sich in Altjührden auf einen „heißen Tanz“ ein. Trotz des Ausfalls von Dilkas könne die HSG einige herausragende Spieler aufbieten: „Coors, Kalafut, Janßen und Molsen sind schon ein beachtliches Kaliber. Darauf werden wir aufpassen.“ Der Kern der Vareler habe schon ein hohes Niveau.

Nicht ganz so gelassen kommentiert HSG-Coach Peter Kalafut die Situation: „Die Verletzung von Dilkas, der bis Dezember nicht zur Verfügung steht, ist natürlich ein schwerer Schlag für uns. Er ist gerade in der Abwehr nicht zu ersetzen.“ Der „enge Kader“ verstärke das Problem noch. Doch Kalafut macht sich und der Mannschaft Mut: „Wir dürfen jetzt nicht jammern, sondern müssen uns auf die schwere Aufgabe gegen Edewecht konzentrieren.“

Zweitligist Wilhelmshavener HV ist derweil an diesem Wochenende auswärts im Einsatz. Das Team tritt an diesem Sonnabend (18 Uhr) bei der zweiten Mannschaft der Füchse Berlin an.