VAREL - 25 Minuten durfte in Varel von der Sensation geträumt werden, dann zog FA Göppingen das Tempo an und erteilte dem Zweitligisten HSG vor 650 Zuschauern eine Handball-Lehrstunde: In der dritten Runde des DHB-Pokals siegte Bundesligist und Europapokalteilnehmer Frisch Auf mit 34:17 (13:8). Noch in der 20. Minute hatten die Gastgeber geführt, erst sieben Minuten später erstmals mit zwei Treffern zurückgelegen.
Es begann grandios für die HSG, vor allem in der Defensive klappte fast alles: Nach 80 Sekunden führte Varel mit 2:0. Die Gäste kamen erst nach über acht Minuten zu ihrem ersten Tor, dem 1:3.
Beirren ließ sich Varel deswegen noch nicht, packte weiter beherzt zu, zwang die in bestmöglicher Besetzung angetretenen Gäste mehrmals an den Rand des Zeitspiels und hielt seinen Vorsprung: 5:2 (12.), 6:3 (14.), 7:4 (16.). Bis dahin hatte Torwart André Seefeldt fünf teils sehr schwere Würfe und einen Siebenmeter pariert. Wir haben uns ganz schön den Schneid abkaufen lassen, gab Nationalspieler Michael Haaß zu.
Aber Göppingen verschärfte das Tempo und begann, Lukas Kalafut enger zu decken. Ein wirksamer Schachzug: Nach Kalafuts Treffer zum 8:8 (22.) blieb Varel zehn Minuten ohne Tor. Dann traf wieder Kalafut, zum 9:14.
In der Folge wurde Varel überrannt. Im Angriff häuften sich die einfachen Fehler, hinten kassierte Seefeldt Kontertore im Minutentakt. In der zweiten Halbzeit hatte ich das Gefühl, ich stehe alleine da, meinte der Tormann, für den der Pokal-Tag in der 48. Minute beendet war. Fünf Minuten zuvor musste Tim Coors raus nach einem Schlag aufs Handgelenk raus. Da stand es bereits 20:11 für die Gäste.
Varel: Seefeldt (12/1 Paraden), Buschmann (ab 48./4 P.) - Kalski 2, Ahlers, Maaß, Janssen 1, Kalafut 6, Coors 2, Bitter 1, Bötel 1/1, Molsen 4.
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